
Niagara Falls
Donnerstag, 29. Mai 2008 23:42Von Albany fuhren wir am Montag gute fünf Stunden zu den Niagara Falls und die gleichnamige Ortschaft am Eriesee. Um acht Uhr Früh ging’s los und so waren wir bereits um 13 Uhr am Ziel. Noch vor dem Einchecken machten wir einen Stopp beim nächsten Visitor Center, um uns nach den besten Attraktionen zu erkundigen. Sofort bekamen wir eine „All-inclusive-Bus-Tour“ empfohlen, welche wir auch kurz entschlossen buchten.
Eine Stunde später saßen wir bereits im Tourbus in Richtung Niagarafälle. Die erste Station war eine Bootstour mit der „Maid of the Mist“, ein Schiff, das direkt vor die beiden Fälle – die American Falls und die Horshoe Falls (Canadian Falls) – fuhr. Da das Wasser in der Nähe der Fälle extrem aufgewirbelt wird, entsteht ein richtiger Sprühnebel (der so genannte „Mist“). Dies war auch der Grund, warum wir einen Regenschutz bekamen, bevor wir auf’s Boot gingen. Die „Maid of the Mist“ ist das einzige Boot, das vor den Fällen verkehren darf – das Wasser ist hier unberechenbar - dies merkte man auch einige Male, als das Boot mit ziemlichem Wellengang zu kämpfen hatte.
Nächster Halt war einige Hundert Meter flussabwärts – die Kraft des Wassers wird hier in Form eines „Whirlpools“ sichtbar – es ist ein Becken entstanden, indem sich das Wasser im Uhrzeigersinn dreht – schwimmen nicht empfehlenswert und sogar strengstens untersagt.
Nach einem kurzen Ausflug zum Niagara Kraftwerk, das Fließkraftwerk mit der höchsten Kilowattleistung in Amerika, fuhren wir zurück zu den eigentlichen Wasserfällen. Dieses Mal ging es noch weiter heran, als mit der „Maid of the Mist“. Zuerst hieß es Schuhe aus- und Regenschutz anziehen, bevor wir mit einem Aufzug direkt vor die American Falls zur „Cave of the Winds“ gefahren wurden. Hier konnte man auf einem Steg direkt vor das fallende Wasser treten. Am „Hurricane Deck“ war man vom Wasserfall nur mehr wenige Meter entfernt – die Niagara Falls zum Greifen nah! – Natürlich wurden wir auch gscheit nass – aber dafür gab’s ja den Regenschutz
Am Abend waren die Niagarafälle sogar beleuchtet - es entstand eine schöne Stimmung, die noch von einem Feuerwerk umrahmt wurde. So klang auch dieser Tag aus und wir hatten auch schon ein Programm für den nächsten. Unser Tourguide riet uns nämlich, das „Daredevil Museum“ zu besuchen, in dem die Hilfsmittel aller „mutigen“ Personen ausgestellt sind, die sich bereits über die Niagarafälle getraut haben (siehe Fotos). Da gab es Leute, die sich in einer dicken Gummiröhre hinunterwagten, aber auch einen, der es auf einem Jetski probierte, dies jedoch nicht überlebte.
Es folgte ein Mittagessen im „Seneca Casino“ – hier gab es ein sehr exklusives „All-You-Can-Eat-Buffet“ – genau das Richtige für uns Fast Food geplagten Austausch-Amerikaner
Am Nachmittag besuchten wir kurz das benachbarte Buffalo und sahen uns die HSBC Arena an, in der die Buffalo Sabres und auch UNSER Thomas Vanek spielen. Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten – deswegen machten wir uns bald auf nach Washington, beziehungsweise auf das auf halber Strecke liegende Altoona, wo wir die Nacht verbrachten.