Nach dem lässigen 3 Doors Down Konzert am Vortag und dem glücklichen Ende mit dem Bus: Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass keiner mehr fährt, aber dann durch Zufall haben wir den letzten erwischt und er hat für uns extra angehalten, obwohl dort keine Haltestelle gewesen wäre. Darauf folgte unsere erste Busfahrt durch das dunkle North bzw. nur Charleston
Zuhause angekommen hieß es wieder einmal in den sauren Apfel beißen und noch ein Assignment für Freitag zu erledigen. Dieser gestaltete sich an sich wie jede Woche sehr gemütlich, da wir ja „nur“ 2 Vorlesungen und zwar jene am Vormittag haben, die generell etwas feiner sind. So hieß es gegen kurz vor 1 Wochenende und das bei einem Traumwetter von 26°C und wolkenlosem Himmel. Nach einem kurzen Besuch bei Subway, um den Mittagshunger nachzukommen, ging es auch schon nach Hause, wo wir kurzerhand die Klamotten wechselten und uns in den nahgelegenen Marion Square legten, um die herunterscheinende Sonne zu genießen. Dort waren wir bei weiten nicht allein, ist doch Marion Square ein sehr begehrtes Pflaster für Sonnenliegen und sportliche Aktivitäten bei den CofC-Studierenden. Leider hielt das Wetter nicht ganz was es versprach und gegen 4 zogen dunkle Wolken auf über dem Land wo die Schoschonen schön wohnen – nein Scherz, es ziehte nur etwas zu und demnach ließ die Sonnenintensität nach. Darum ging es wieder zurück nach Hause. Andy hatte ohnehin in Bälde ein Teammeeting für die Uni. Doch was tun für Benny?!? Kurzerhand entschied er sich sein Fahrrad zu nehmen und eine groß angelegte Tour durch Charleston zu machen und vor allem die gesamte Meerespromenade auszufahren. Danach war der Tag allerdings noch lange nicht zu Ende, lud doch Christoph zum Schnitzelessen ein. So ging es mit aufgespartem Hunger zu 4t (2x Mädels und wir) ab zu Christoph’s Dorm und wir waren sichtlich überrascht über das perfekte Dinner. Angefangen vom Schnitzel über Kartoffelsalat bis hin zu den Getränken und Essutensilien – für alles war gesorgt und wartete bei unserer Ankunft schon auf uns. An dieser Stelle sei noch einmal Christoph für das gute Essen gedankt und vor allem auch für den schönen Abend, der noch etwas länger ging… zuerst in der 4er und später 5er-Runde als Andy noch mit Nachtisch, eine Eigenkreation an Apfelstrudel ebenfalls sehr gut, dazustoß, ging es noch einige Zeit weiter und es war wirklich ein lustiger Abend. Als die Mädls dann aufbrachen, hieß es für uns 4 Jungs noch lange nicht Feierabend und wir wohnten der nächsten Houseparty bei Sergio (eigentlich Sergius, aber der mit den helldunklen Haaren halt… *g*) bei. Dort ging es noch einmal ab und irgendwann viel später in der Nacht fand dann jeder einmal sein Bett.
Das machte sich am nächsten Morgen bemerkbar, wo Andy und ich zwar beide um etwa 10 Uhr aufgestanden sind, da wir zum Telefonieren mit zuhause ausgemacht haben, doch kurzerhand nach dem Telefonat wiederum unsere Betten aufsuchen und bis in den frühen Nachmittag hinein weiterschlummerten. Doch was tun mit so einem angebrochenen Nachmittag, der trotz warmen Wetter leider bewölkt war?!? – Kurzerhand schnappten wir uns unsere Fahrräder und fuhren zum lokalen Market, den wir bis dato noch nie näher unter die Lupe genommen haben. Dieser ist allerdings primär für Touristen ausgerichtet und da leider an diesem Samstagnachmittag eine Cruise der Norwegian Line angelegt hat, war dieser gerammeltvoll. Aber nun können wir auch in Bezug auf den Charleston-Market mitreden Auf dem Heimweg besorgten wir noch ein paar Utensilien für das am Abend stattfindende International Dinner, wo dieses Mal nicht Essen gegangen wurde sondern jeder eine lokale Speise seiner Heimat zubereiten sollte. Wir beide kreierten ein Kartoffelgulasch im großen Stil (soll heißen der Topf war voll *g*) und machten uns nach kurzen Abstecher zu den Mädls auf zum nahgelegenen Haus von Austauschstudent Johan aus Frankreich, der für dieses Dinner als Gastgeber fungierte. Nach reichlich Essen und netten Unterhaltungen ging auch der 3.Tag in Serie – Konzert, Schnitzel und international Dinner – wunderprächtig zu Ende. Ein Hattrick der besonderen Art, der bis dato noch nie in Charleston dagewesen ist. Doch der Verzicht auf sämtliche Uni-Tätigkeiten beschert uns so einen leider etwas arbeitsreicheren, aber durchaus machbaren Sonntag, den wir nach so einem Wochenende gerne in Kauf nehmen
Am Dienstag stand wie jede Woche das Computer Club Treffen am Programm. Diesmal begleitete uns auch Isi, um vom Gratis-Pizza-Angebot Gebrauch zu machen. Am Nachmittag widmete sich Benny seinen Praktikumsbewerbungen, für Andy war der Tag eher gemütlich: er telefonierte mit Zuhause und schrieb ein paar E-Mails. Am Abend blieb die Küche kalt und wir ließen uns in der Fresh Food Company vom All-U-Can-Eat-Angebot verwöhnen. Anschließend machten wir es uns daheim auf den Campingstühlen gemütlich und sahen uns einen Film an.
Mittwochs hatten wir wieder den ganzen Tag Uni. In der Nachmittagspause folgte ein Gruppenmeeting für die Projektarbeit in „Software Architecture“ und so war auch schnell der Abend erreicht, an dem Andy noch Laufen ging. Danach kam Christoph auf ein Bier vorbei und wir sahen uns den Film „Click“ an – ebenfalls auf den gemütlichen, neuen Stühlen Als Christoph schon gegangen war, legten wir uns aber nicht ins Bett, sondern buchten unseren Flug von Charleston nach Boston, den wir am 21. Mai antreten werden. Bis dahin wird also Florida unsicher gemacht – danach fliegen wir in den Norden und sehen uns dort noch Boston, Washington und New York an, bevor wir am 6. Juni nach Österreich zurückfliegen. Nachdem der Flug fixiert war, buchten wir auch gleich ein Auto für die Zeit in Florida: ein Mid-Size-Vehikel sollte genügend Platz für uns und unsere zwei Besucher bieten.
Als wir dann auf die Uhr sahen, war es bereits halb drei geworden – demnach war es kaum verwunderlich, dass wir am nächsten Morgen etwas länger schliefen. Nach einem Brunch (oder Dinch oder Lunner – wie man will), war heute noch ein Assignment für den HTML-Kurs zu erledigen. Benny besuchte abermals die Health Services, da sich sein Husten nicht merkbar gebessert hat.
Um kurz vor sechs war es dann so weit: wir machten uns im Bus auf in Richtung North Charleston Coliseum, wo heute 3 Doors Down live spielten. Mit dabei waren Christoph, Andreas, Barbara und Isi – drei MCI-Studiengänge – ein Konzert
Nachdem wir unseren Voucher in echte Karten umgetauscht hatten, betraten wir die Halle und machten es uns erst einmal mit einem 6-$-Bier gemütlich (wenn man es in Euro umrechnet, ist es gar nicht mehr so viel ). Sehr in unser Gespräch vertieft machten wir uns erst um Punkt halb 8 auf zu unseren Plätzen – zu dieser Zeit war es aber schon dunkel in der Halle und wir hatten einige Probleme, sie zu finden …
Die Vorband mit dem Namen „12 Stones“ überraschte uns positiv – vor allem der Sänger ging auf der Bühne voll ab und motivierte damit auch die Fans. Nach einer dreiviertel Stunde folgte eine kurze Umbauphase und um halb 9 waren sie dann auf der Bühne: 3 Doors Down!!
Gleich als zweiten Song spielten sie Kryptonite – die drei Screens auf der Bühne zeigten grünes Kryptonit und ein grünes 3-Doors-Down-Logo im Superman-Stil. Nach Klassikern, wie Away From The Sun, Let Me Go und Here Without You wollten sie nach einer knappen Stunde bereits wieder abhauen. Doch die Menge jubelte und schrie (wir natürlich auch) – und so ging das Konzert in die Verlängerung. Wir erlebten also unsere erste „Zugabe“ in Amerika.
Diese bestand aus drei Songs, unter anderem Loser und When I’m Gone. Alles in allem ein Super-Konzert – wenn auch etwas Amerika-lastig – der Frontman wies mehrmals auf die tapferen Soldaten im Irak-Krieg hin – die Menge jubelte natürlich. Außerdem wurden im Song „Citizen Soldier“ die Amerikanische Flagge und Kriegszenen gezeigt. Zum Schluss las man noch „God bless America“ – wenn sie meinen…
Update: Wir haben gerade ein Video vom Konzert hinzugefügt – Kryptonite. Die Bildqualität lässt zwar zu wünschen übrig, den Ton hört man jedoch überraschend gut. Hier ansehen.
Nachdem wir jetzt ein paar Tage etwas nachlässig mit Blog schreiben waren, gibt es ein paar Tage aufzuholen. Vorab ist zu schicken, dass wir derzeit es unitechnisch gesehen etwas ruhiger haben und somit unsere Freizeit genossen haben. Doch hier ein kurzer Rückblick. Mittwochabends haben wir uns mit den Fahrrädern auf nach Mt.Pleasent gemacht, um dort den Kinofilm „Vantage Point“ mit Dennis Quaid und Forrest Whitaker anzusehen. Dieser ist ein Actionfilm, der aus mehreren Perspektiven eine Handlung erzählt. Meiner Meinung nach ein wirklich guter Film, der im Ranking der bisher in den USA gesehenen (National Treasure, Jumper und Juno) wohl aufgrund der Handlung eine der beiden Spitzenplätze eingenommen hat.
Donnerstags hieß es dann wieder einmal Shoppingtour in Richtung North Charleston, also Tanger Outlet und Walmart, wobei vor allem das Tanger Outlet sehr erfolgreich war und mir (Benny) mit neuen Schuhen sowie einem Hemd für die bevorstehende Präsentation bescherte. Auch im Walmart haben wir zugeschlagen und sind nun stolze Besitzer zweier gemütlicher Campingstühle
Erfreulicherweise konnten konnten Christoph und ich dann am Karfreitag unsere Chicago-Reise Anfang Mai plantechnisch in die Tat umsetzen und haben Flug sowie Unterkunft bereits gebucht – Beides erstaunlich preiswert und wir sind schon sehr gespannt auf die 3.größte US-Stadt mit den höchsten Wolkenkratzern in den Staaten. Andy wird uns ja leider auf diesem Trip nicht begleiten. Im Anschluss daran hieß es am Abend wieder einmal Party und zu viert (Barbara sprengte die 3er Jungs-Runde) ging es zuerst in Richtung O’Malleys – einem Irish Pub ganz in der Nähe unserer Wohnung, wo eine Live-Band spielte. Gegen Mitternacht beschlossen wir dann kurzerhand noch ins Purple Tree zu düsen, wo u.a. auch die Deutschen zu gagnen waren und wir somit eine etwas größere Runde von etwa 10 Leuten bildeten. Allerdings ist uns dann gegen 20 vor 2 wieder einmal die amerikanische Gesetzeslage mit Sperrstunde um 2 etwas auf die Nerven gegangen, wurden wir doch regelrecht aus dem Club „rausgedrängt“ und konnten nicht einmal unser Getränk austrinken. Naja, wieder um eine Erfahrung reicher.
Ostersamstag war dann einer der bisher schönsten Tage hier in Charleston, den wir einerseits mit Frühstücken gehen – Andy ist dabei mit den Mädels in ein in der Nähe befindliches afrikanisches Lokal gegagen – bzw. ausschlafen – Benny ließ es sich nicht nehmen, dass erste Mal seit über 3 Wochen richtig auszuschlafen – begonnen. Der Nachmittag erwies sich dann als ebenso relaxt und bei 25° genossen wir diesen am Pool in der Sonne. (siehe Fotos) Der Abend gestaltete sich ebenso wie der Tag sehr einfach und gemütlich und Christoph kam vorbei und wir schauten einen Film über das Internet. Ich glaube, das werden wir in Zukunft vermehrt machen, da dies ein durchaus vollwertiger Ersatz unseres nicht vorhandenen Fernseher darstellt. *gg* Zum Ausgehen waren wir nicht motiviert…
Ostersonntag war dann 100% kontrovers zu daheim. Erstens hatten wir weder Schnee noch Kälte und zweitens war keiner da, der uns ein Osternest bescherte. Außerdem hieß es für mich die aufgeschobene PR-Präsentation für Montag zu erledigen, an der ich dann summesummarum etwa 3 Stunden arbeitete. In dieser Zeit machte sich Andy auf die Welt zu erkunden und düste per Bike in Richtung Sullivan’s Island, wo er ein paar Schnappschüsse vom Meer in South Carolina machte. Am späten Nachmittag ließen dann die Mädels mit einer Überraschung aufhorchn und baten uns zu einer Challenge an den Pool. Diese aus 4 Teilaufgaben bestehende Herausforderung (teils Fragen, teils Aufgaben) meisterten wir mit Bravur und die Mädels honorierten das mit einem selbstgemachten Osternest für uns beide. Dieses hat uns sehr gefreut und wir konnten uns (Gott sei Dank) mit 2 kleinen Schoko-Osterhasen revanchieren.
Doch wieder einmal beugte sich ein Wochenende viel zu schnell dem Ende zu und wir fanden uns kurzerhand an einem mit Lehrveranstaltungen vollgespickten Ostermontag, der hier in den USA kein Feiertag ist und darüber hinaus auch noch eine Team-Präsentation für mich beinhaltete. Diese ging durchaus reibungslos über die Bühne und ich glaube, der für die Präsentation angefertigte Film, der mich tags zuvor nahezu die gesamten erwähnten 3 Stunden beschäftigte, hat sich gelohnt und ist gut angekommen. Dieser Film über eine Exxon Case Study (über die Ölkatastrophe der Exxon Valdez 1989) ist auch über Youtube abrufbar und im Anschluss an diesen Eintrag ersichtlich. Tja, nun geht der Tag langsam zur Neige und wir haben Gewissheit, dass aufgrund mehrerer Assignments wohl das nächste Wochenende nicht so fein werden würd, aber mal schauen….
Der Montag startete wieder wie gewohnt mit unseren Vorlesungs-Blöcken. Das Besondere heute: Benny hatte eine Präsentation im Fach „Software Architecture and Design“. In einem 10-minütigem Vortrag hatte er die Gelegenheit, ein Paper zum Thema „Model-View-Controller Architecture“ seinen Mitstudenten zusammenzufassen und zu erklären. Natürlich auf Englisch – und die Präsentation wurde auch noch gefilmt!
Nachdem der Unitag geschafft war, wurde noch schnell die Wäsche gewaschen und gekocht – Gefüllte Hühnerbrust mit Kartoffeln und Salat. Dies sollte die Unterlage bilden für den kommenden Abend, denn heute Montag war ja der eigentliche St. Patrick’s Day. Nach kurzem Vorglühen zu Hause mit Christoph ging es ab in die Stadt, wo wir eigentlich erwarteten, einen Haufen Leute und eine ausgelassene Stimmung vorzufinden. Es machte jedoch den Anschein, als hätten die Amerikaner schon am Wochenende so intensiv gefeiert, dass sie jetzt ihren Rausch ausschlafen mussten, denn von einer coolen Party war weit und breit nichts zu sehen. Enttäuscht traten wir gegen Mitternacht den Rückweg an.
Am Dienstag besuchten wir seit Langem wieder einmal das Computer Club Meeting, um Gratis-Pizza zu Mittag zu essen. Für heute war ein Vortrag eines Gastprofessors angesagt – der fand in einer Art Kinosaal statt. Da der Vortrag nicht sehr interessant war, die Kinosessel hingegen sehr bequem, musste einer von uns beiden bereits nach 30 Minuten mit dem Schlaf kämpfen (ge, Benny )…
Am Mittwoch war dann auch für Andy Präsentationstag. Er stellte seinen lieben Mitstudenten ein Paper mit dem Titel „UML meets XP“ vor. Er ist sehr zuversichtlich, dass diese seinem Vortrag halbwegs folgen konnten – und wenn nicht ist’s auch egal
Abends spielten wir eine Partie Uno mit den Mädels – dieses Mal erreichte Benny erstmals in der Disziplin des 4er-Uno-Spiels den vierten Platz! Eine Premiere
Wie bereits angekündigt ging es gestern mit dem International Club um 10 Uhr vormittags Richtung Savannah, Georgia, um kräftig den irischen Feiertag St.Patrick’s Day zu feiern. Die 2-stündige Fahrt dorthin wurde mittels zweier gemieteter Vans, die jeweils 14 Leute fasste, durchgeführt. In Savannah angekommen bezogen wir zuerst unser Motel und machten uns bereit für den grünsten Feiertag des Jahres. Dazu zog jeder sofern vorhanden ein grünes T-Shirt an und probierte sich so grün wie möglich zu kleiden. Darüberhinaus haben sich Christoph, Andy und Benny noch etwas weiteres einfallen lassen: Ein grüner Haarspray sollte die Kopfbedeckung ebenfalls in St.Patrick’s Farbe erscheinen lassen. Gesagt – getan und wie gut wir ausgesehen haben, ist in Bälde auf den entsprechenden Fotos ersichtlich So, ging es dann in grellgrüner Montur in Richtung Savanna Downtown.
Dort glich es Innsbruck am Faschingsdienstag: enorme Menschenmengen auf den Straßen. Der einzige große Unterschied: Wir waren in den USA und die Farbenpracht beschränkte sich primär auf die Farbe grün. Direkt am Savannah-River war der Mittelpunkt des Celebrationsakt: Etliche Stände, an denen Bier ausgeschenkt, Essen verkauft sowie sämtliche grüne Utensilien verkauft wurden; ebenso eine große Bühne mit Live-Musik und darunter wir: über 20 International-Students am Partymachen. Wir kamen dort etwa gegen halb 4 nachmittags an und der Treffpunkt zum Nachhausefahren wäre eigentlich erst um 3 Uhr früh gewesen, wenn uns da nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte… Bis 11 Uhr abends herrschte ausgelassene Feierlaune, sowohl bei uns als auch bei sämtlichen anderen Menschen, die sich voll und ganz dem Feiertag und v.a. dem Feiern hingaben. Nicht einmal eine sehr erhöhte Abendessenrechnung konnte der Stimmung trüben. Um 11 Uhr nachts allerdings viel kurzerhand der Strom in der ganzen Stadt aus. Grund dafür war ein Tornado, der 40 Milen nördlich wütete. Darüberhinaus waren noch weitere in Atlanta und sogar 17 in South Carolina am selbigen Abend. D.h. dass wir stichwörtlich im Dunkeln standen. Darüberhinaus wurde auf einer großen Anzeigentafel eine Tornado-Warnung und kurzfristige Wetteränderung angezeigt und dadurch lichtete sich langsam die Menschenmengen, um einen etwaigen Unwetter zu entgehen bzw. irgendwo unter zu stellen. Außerdem setzte sich langsam die Polizei durch, welche ebenso die Leute zum Verlassen der Partyzone sowie der ganzen Stadt ermutigten. Gesperrt waren unter anderem der ganze Savannah-River (außer für Polizeibote) sowie alle Brücken, die darüber führten. Verkehren durften nur mehr Taxis und Autos, welche die Stadt verliesen. So wurde unsere Party leider unterbrochen, doch passiert ist im Endeffekt bis auf einen kurzen, doch kräftigen Regenschauer gar nichts. Doch die Zeit bis wir unser Bett genießen konnte variierte von halb 1 bis 2 Uhr früh.
Sonntag war dann eher gemütlicher. Nach Frühstück und Auschecken im Hotel sowie Recherche über die Vorkommnisse der letzten Nacht, ging es wieder nach Savannah Downtown, um die Stadt für 2 Stunden zu besichtigen. Dabei haben wir uns einen zentralen alten Cemetery, eine Baptisten-Kirche, ein altes Haus sowie den Platz, wo die Sitzbank gestanden ist, auf der Forrest Gump saß und seine Geschichte im gleichnamigen Film preisgab, angesehen. Nach einem kurzen Lunch ging es zurück nach Charleston, wo wir geschafft nach guten 2 Stunden Fahrt – ein Stau der aufgrund 3er unabhängiger Unfälle zustandegekommen verlängerte die Fahrzeit dementsprechend – ankamen.
Zuhause angekommen heißt es nun für Benny seine Präsentation für morgen vorzubereiten und auch die restlichen ausstehenden Assignments sowie das Take-Home-Exam, welche wir allerdings gottseidank schon am Donnerstag erledigten, noch einmal durchzuschaun und für morgen finalisieren. Dementsprechend kann die heutige Nacht wieder etwas kürzer werden, aber nach einem Tag wie gestern, nimmt man gerne diese Bürde auf sich
Nach der späten Rückkehr am Sonntag war das Aufstehen am Montag in der Früh ziemlich hart. Doch der Unialltag rief, und so waren wir pünktlich um 10 Uhr wieder in unserer ersten Data-Mining-Vorlesung nach den Ferien. Es folgte „Electronic Publishing and Design“ sowie „Software Architecture and Design“. Die letzte Vorlesung „Public Relations“ entfiel kurzfristig.
Dienstag Früh erfolgte eine Ist-Bestandsaufnahme – immerhin waren wir ja eine Woche nicht in der Wohnung und deswegen war so gut wie nichts mehr zu Essen im Kühlschrank. Außerdem streikte Andys Bike wieder einmal – die Luft im hinteren Reifen hatte sich über Spring Break irgendwie „in Luft aufgelöst“ *lol*. Also ging’s auf zum Walmart: Luftpumpe und Lebensmittel kaufen.
Ein weiteres Missgeschick ist Andy während Spring Break passiert: seine neue Digicam ist beim Sonnenliegen am Pool verloren gegangen – ob gestohlen oder verloren: eine neue musste her. Deswegen erfolgte Dienstag Abend eine Bestellung auf Amazon – die gleiche Kamera, die er verloren hatte sollte noch diesen Freitag wieder in der Meeting Street eintreffen.
Am Mittwoch nach den Vorlesungen kam die Idee auf, in das nahe gelegene Kino in Mount Pleasant zu gehen – zusammen mit Christoph wir wollten uns „Juno“ ansehen. Die Hinfahrt erleichterte uns der Bus, doch den Rückweg mussten wir leider zu Fuß bestreiten. Da die Busse nach 21 Uhr nicht mehr verkehren, hatten wir eigentlich geplant, mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Dies war jedoch schwerer als gedacht, weil unser Mobilfunknetz ausfiel und Mt. Pleasant bei Nacht wie ausgestorben ist. Nach ca. 50 Minuten Fußmarsch über die Arthur J. Ravanell Bridge fielen wir gegen 12 Uhr erschöpft in die Federn. Das nächste Mal nehmen wir das Fahrrad
Am Donnerstag erledigten wir untertags das erstes Assignment nach dem Break, ein Take Home Exam für Data Mining. Nachmittags genossen wir das schöne Wetter am Pool und festigten unsere Bahama-Bräune Nach dem Sonnenuntergang wurde in der Mensa zu Abend gegessen. Verwöhnt vom guten Essen im all inclusive Club, konnte das Mensa-Essen unsere Erwartungen leider nicht erfüllen. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir uns bald wieder daran gewöhnt haben . Anschließend an das Abendessen folgte seit langem wieder ein Uno-Abend mit Christoph, Isi und Barbara.
Freitag nach den Vorlesungen musste Andy abermals zum Walmart: sein Rad verlor schon wieder Luft und auch das Pedal verabschiedete sich langsam. Also schon wieder per Bus nach James Island, Rad umtauschen und per Bike zurück nach Charleston. Ungefähre Dauer des „Ausfluges“: 2,5 Stunden.
Abends erledigten wir noch die restlichen, ausständigen Assignments und packten für das kommende Wochenende, das wir ja in Savannah verbringen werden. Am Samstag um 10 Uhr geht es los!
Dienstag letzte Woche war also der große Tag an dem es auf die Bahamas ging. Um allerdings rechtzeitig in Fort Lauderdale am Hafen anzukommen, hieß es zuerst einmal um 4 Uhr morgens in Miami aufstehen, um dann per Taxi rechtzeitig um 05:30 Uhr wie befohlen am Everglade Port hab acht zu stehen. Nachdem der bürokratische Teil der Ausreise erledigt war, ging es auch schon auf die Cruise und der erste Eindruck war nicht schlecht. Beim Boarden war es zwar noch dunkel, aber dafür konnten wir, als wir dann in See stachen den Sonnenaufgang live und in Farbe vom Boot aus miterleben. Die Bootsfahrt selbst war etwas urig, d.h. unsere Discovery Sun, so hieß der Karren, ließ sich vom Wellengang leiten und schaukelte uns 5 Stunden lang in Richtung Freeport Bahamas – Auf alle Fälle ein Erlebnis wert! Als dann nach etwa 3,5 Stunden ein Rumms ertönte und schon erste Panikanzeichen der Gäste, dass es sich wie bei der Titanic um eine Eisbergkollision handeln könnte, beruhigte das Bordpersonal die Studenten mit den Worten, dass wir uns ja nicht im Eismeer befinden… Apropos der Großteil der Gäste bestand aus Studenten, die allesamt ihren Spring Break auf den Bahamas verbrachten. Einziges Manko an der Cruise-Fahrt: Sie kam ihren Namen als Party-Cruise leider nicht gerecht und auch das Essen war nicht so gut wie es dann später in unserem Hotel auf den Bahamas seien sollte.
Nach 5 stündiger Bootsfahrt, erreichten wir so gegen 1 Mittag den Hafen von Freeport auf der Grand Bahama Island. Von dort aus ging es per Bus auf der linken Straßenseite in Richtung Hotel, welches den klingenden Namen Club Fortuna trug. Tja, die Bahamas gehören immer noch zum britischen Commonwealth und ihr Staatsoberhaupt ist Queen Elisabeth II. Nach dem strapazierendem Einchecken und ersten Bekundschaften des Zimmers, ging es bereits in Badeshorts auf den wunderschönen Sandstrand. Die Sonne schien auf das hellblau schimmernde und teilweise funkelnde Meer und zusammen mit dem feinen Sandstrand und den herumfliegenden Möwen, ergab dies ein idyllisches, beinahe schon kitschiges Bild, welches das Klischee über die Karibik eindeutig unterstreichte.
Neben Sonne, Strand und Meer hatte unser All Inclusive Club aber noch andere Sachen zu bieten: So hatten wir einen Pool, Beachbar, Mainbar, Trapez, alle Speisen und Getränke (auch Cocktails……) inklusive. Darüberhinaus gab es auch noch ein reichliches Sportangebot, welches über Tennis, Fitnessstudio bis hin zu sämtlichen Wassersportarten wie Schnorcheln oder Kajaken reichte. Dieses Angebot war uns allerdings primär egal und wir beschränkten und zumeist tagsüber aufs Relaxen an Strand oder Pool und abends aufs Gas geben und Party machen.
Highlight war wohl der Donnerstag. An diesem Tag sind wir nachmittags in das nahgelegene Port Lucaya gefahren, um den Bazaar auszuchecken, schimpften sich doch die Bahamian (nicht: Bohemian) Freihandelszone und somit war steuerfreies Einkaufen möglich. Leider kam der Bazaar unseren Erwartungen aber gar nicht nach. So fanden sich dort zwar einige Stände, aber allesamt boten das gleiche, dass sich auf ein paar T-Shirts, Ketten und dergleichen beschränkte. Überraschenderweise gab es sogar eine klassische britische Telefonzelle auf Port Lucaya sowie mitten in den Baracken des Bazaars ein Subway (siehe Fotos). Diese Shoppingtour an sich war allerdings noch nicht das Highlight, welches diesen Tag zu einem besonderen machen sollte: Für den Abend haben wir nämlich im italienischen Spezialitätenrestaurant reserviert. Das Essen dort erweiste sich noch ein Stufe besser als das „normale“, aber auch schon sehr gute Essen. Hier konnten wir nach Herzenslust von der Vorspeise angefangen über Haupt- und Nachspeise schlemmen und genossen die ausgelassene Stimmung. Zu Essen genossen wir von geräucherten Lachs über Swordfish bis hin zu Pizza, Pasta und abschließendem Tiramisu ein wahrliches Festmahl und der Tag war gerettet. Anschließend machten wir dann noch die Bar und die lokale Disco (wieder einmal *g*) unsicher und fielen dann irgendwann gegen Früh ziemlich geschafft ins Bett.
Samstagnachmittag ging es dann mit der Cruise wieder retour in die Staaten, wo wir dann wieder ein Auto mieteten, um nordwärts zu düsen. Die Nacht verbrachten wir in Melbourne, welches es auch in Florida gibt, um am nächsten Tag frisch und munter die lange Heimreise antreten zu können. Dort wurden wir überrascht, stellen doch die Amerikaner bereits am 2.Wochenende im März die Uhren auf Sommerzeit um und so verloren wir leider eine Stunde Schlaf. Auf der restlichen ca. 8 stündigen Heimfahrt machten wir dann noch einen Zwischenstopp in Daytona Beach, wo durch Zufall das sonntägige Finale der Bike-Week von Statten ging. Das hieß Harleys, Hondas und Choppers en masse und überall mit den dazugehörigen Rockern bzw. Bikern. War noch einmal ein nettes abschließenden Erlebnis einer wirklich coolen und abwechslungsreichen Woche, die ein bisschen an ein Jet-Set-Leben erinnerte, da wir doch einige Orte in kürzester Zeit besuchten. Sonntagabends wurde dann der Heimathafen Charleston erreicht und das Auto am Flughafen retouniert sowie bereits ein noch ausstehendes Assignment für Montag bestritten. Vollgeladen mit wunderschönen und abwechslungsreichen Erinnerungen ging es dann mit großen Bedauern irgendwann in der Nacht ins Bett, folgte doch am nächsten Tag wieder der rauhe und harte Unialltag….
Letzten Samstag begann unsere Reise nach Florida bereits um 4.00 Uhr Früh. Begleitet von den zwei Rechtlern Christoph und Andreas führte uns die erste Station der Spring Break Tour nach Miami. Mit einem Pontiac Grand Prix, dessen Kofferraum glücklicherweise all unsere Gepäckstücke für die einwöchige Reise schluckte, fuhren wir knapp 10 Stunden in Richtung Süden. Auf der Hinfahrt wechselten sich Benny und Christoph ab und genossen zum ersten Mal den Luxus eines Tempomaten.
Gegen Nachmittag fuhr ein ziemlich großes Auto mit vier verrückten MCI Studenten in Miami ein. – Die Fenster waren unten, im CD Player lief Will Smiths „Miami“ und das alles bei strahlendem Sonnenschein. Wir fuhren vorbei bei zahlreichen Wolkenkratzern, hinauf auf die Brücke, die Miami mit Miami Beach verbindet. Von dort aus hatte man auf einmal zahlreiche Kreuzfahrtschiffe im Blickfeld, umringt von kleinen Yachten und Segelbooten.
In Miami Beach das selbe Flair: breite Straßen, fette Autos und natürlich überall Palmen. Nur die Häuser waren jetzt nicht mehr so hoch. Dafür war extrem viel Verkehr, als wir auf den Ocean Drive auffahren wollten. Deshalb ging es nach dieser ersten Cruise zuerst einmal zum Check-In in unser Hotel sowie zum Flughafen, um das Auto zurückzugeben – das brauchten wir erst wieder eine Woche später.
Der erste Abend in Miami verlief recht ruhig – im nahe gelegenen Park war ein Reggae Festival und so genossen wir die Stimmung und aßen eine Kleinigkeit, bevor wir uns erschöpft in die Federn hauten.
Am Sonntag war ein ein Rundgang durch Miami Beach geplant. Mit dem Bus, der für USA ungewohnt häufig verkehrt und zudem auch noch billig war, ging es direkt an den Strand, wo wir uns von den Sonnenstrahlen verwöhnen ließen. Nach dem Mittagessen betrieben wir ein wenig Sightseeing und besichtigten das Holocaust Memorial. Am Abend erfüllte die Stadt aber unsere Erwartungen nicht ganz. Von ausgelassenen Partys und Straßen voll von Leuten war nichts zu sehen. Wir ließen uns davon aber nicht entmutigen und trafen uns mit den zwei Tourismus-Girls, die ebenfalls in der Stadt waren, auf einen Drink. So war für diesen Abend die 6er-MCI-Bande in Miami vereint.
Der Montag begann mit einem Ausflug nach „Coconut Grove – Kennsch Coconut Grove? – Des is a Stadtteil von Miami!“ – für jeden eingefleischte Stermann und Grissemann Fan ist es ein MUSS, hier vorbeizuschauen. (unsere Live Ster-/Grissemann-Interpretation) Abends machten wir noch eine kleine Shopping Tour durch den Bayside Market, einem Marktplatz direkt am Meer, und waren schon in Vorfreude auf den kommenden Tag, an dem wir das Land unter den Füßen verlieren und um 7.00 Uhr Früh in Richtung Bahamas aufbrechen sollten.