
Schnitzel vs. International Dinner
Sonntag, 30. März 2008 11:20Nach dem lässigen 3 Doors Down Konzert am Vortag und dem glücklichen Ende mit dem Bus: Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass keiner mehr fährt, aber dann durch Zufall haben wir den letzten erwischt und er hat für uns extra angehalten, obwohl dort keine Haltestelle gewesen wäre. Darauf folgte unsere erste Busfahrt durch das dunkle North bzw. nur Charleston
Zuhause angekommen hieß es wieder einmal in den sauren Apfel beißen und noch ein Assignment für Freitag zu erledigen. Dieser gestaltete sich an sich wie jede Woche sehr gemütlich, da wir ja „nur“ 2 Vorlesungen und zwar jene am Vormittag haben, die generell etwas feiner sind. So hieß es gegen kurz vor 1 Wochenende und das bei einem Traumwetter von 26°C und wolkenlosem Himmel. Nach einem kurzen Besuch bei Subway, um den Mittagshunger nachzukommen, ging es auch schon nach Hause, wo wir kurzerhand die Klamotten wechselten und uns in den nahgelegenen Marion Square legten, um die herunterscheinende Sonne zu genießen. Dort waren wir bei weiten nicht allein, ist doch Marion Square ein sehr begehrtes Pflaster für Sonnenliegen und sportliche Aktivitäten bei den CofC-Studierenden. Leider hielt das Wetter nicht ganz was es versprach und gegen 4 zogen dunkle Wolken auf über dem Land wo die Schoschonen schön wohnen – nein Scherz, es ziehte nur etwas zu und demnach ließ die Sonnenintensität nach. Darum ging es wieder zurück nach Hause. Andy hatte ohnehin in Bälde ein Teammeeting für die Uni. Doch was tun für Benny?!? Kurzerhand entschied er sich sein Fahrrad zu nehmen und eine groß angelegte Tour durch Charleston zu machen und vor allem die gesamte Meerespromenade auszufahren. Danach war der Tag allerdings noch lange nicht zu Ende, lud doch Christoph zum Schnitzelessen ein. So ging es mit aufgespartem Hunger zu 4t (2x Mädels und wir) ab zu Christoph’s Dorm und wir waren sichtlich überrascht über das perfekte Dinner. Angefangen vom Schnitzel über Kartoffelsalat bis hin zu den Getränken und Essutensilien – für alles war gesorgt und wartete bei unserer Ankunft schon auf uns. An dieser Stelle sei noch einmal Christoph für das gute Essen gedankt und vor allem auch für den schönen Abend, der noch etwas länger ging… zuerst in der 4er und später 5er-Runde als Andy noch mit Nachtisch, eine Eigenkreation an Apfelstrudel ebenfalls sehr gut, dazustoß, ging es noch einige Zeit weiter und es war wirklich ein lustiger Abend. Als die Mädls dann aufbrachen, hieß es für uns 4 Jungs noch lange nicht Feierabend und wir wohnten der nächsten Houseparty bei Sergio (eigentlich Sergius, aber der mit den helldunklen Haaren halt… *g*) bei. Dort ging es noch einmal ab und irgendwann viel später in der Nacht fand dann jeder einmal sein Bett.
Das machte sich am nächsten Morgen bemerkbar, wo Andy und ich zwar beide um etwa 10 Uhr aufgestanden sind, da wir zum Telefonieren mit zuhause ausgemacht haben, doch kurzerhand nach dem Telefonat wiederum unsere Betten aufsuchen und bis in den frühen Nachmittag hinein weiterschlummerten. Doch was tun mit so einem angebrochenen Nachmittag, der trotz warmen Wetter leider bewölkt war?!? – Kurzerhand schnappten wir uns unsere Fahrräder und fuhren zum lokalen Market, den wir bis dato noch nie näher unter die Lupe genommen haben. Dieser ist allerdings primär für Touristen ausgerichtet und da leider an diesem Samstagnachmittag eine Cruise der Norwegian Line angelegt hat, war dieser gerammeltvoll. Aber nun können wir auch in Bezug auf den Charleston-Market mitreden
Auf dem Heimweg besorgten wir noch ein paar Utensilien für das am Abend stattfindende International Dinner, wo dieses Mal nicht Essen gegangen wurde sondern jeder eine lokale Speise seiner Heimat zubereiten sollte. Wir beide kreierten ein Kartoffelgulasch im großen Stil (soll heißen der Topf war voll *g*) und machten uns nach kurzen Abstecher zu den Mädls auf zum nahgelegenen Haus von Austauschstudent Johan aus Frankreich, der für dieses Dinner als Gastgeber fungierte. Nach reichlich Essen und netten Unterhaltungen ging auch der 3.Tag in Serie – Konzert, Schnitzel und international Dinner – wunderprächtig zu Ende. Ein Hattrick der besonderen Art, der bis dato noch nie in Charleston dagewesen ist. Doch der Verzicht auf sämtliche Uni-Tätigkeiten beschert uns so einen leider etwas arbeitsreicheren, aber durchaus machbaren Sonntag, den wir nach so einem Wochenende gerne in Kauf nehmen
Hallo ihr beiden!
Ich hoffe, ihr seid wieder halbwegs auf den Beinen und habt auch etwas von diesem Sonntag genießen können. Bei uns jedenfalls war heute ein schöner Frühlingstag – genau richtig für die Zeitumstellung.
Wünsche euch noch eine schöne Zeit
l.G. Angelika