Archiv für April 2008

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Von gemeinsamen Essen und Power-Studying

Sonntag, 20. April 2008 20:20

Liebe Leute! Diese Woche ist wieder einiges passiert hier in Charleston – und dies wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten…

Am Montag war nach dem normalen Uni-Tag noch das Semesterprojekt in „Software Architecture“ fällig. Um Mitternacht hatten wir ein ca. 30-seitiges Dokument abzugeben, an dem wir am Abend noch ein wenig feilten.

Für mich (Andy) war am Dienstag ein etwas strengerer Tag, da ich am Mittwoch nämlich gleich zwei Präsentationen hatte. Also hieß es zuerst Team-Meeting, dann Stoff zusammenfassen und anschließend noch aufbereiten – und das zwei Mal… Benny begann an diesem Tag mit dem Portfolio für Public Relations, das nächsten Freitag fällig ist. Falls ihr es noch nicht wisst: in diesem Fach müssen wir eine PR-Kampagne für eine Frucht oder ein Gemüse zusammenstellen. Benny hat die Ehre, die „Association of Coconut Growers“ zu vertreten und ich darf dies für Sesamsamen machen. Klingt ziemlich sinnlos – ist es auch – aber an das haben wir uns hier in Amerika ja schon gewöhnt.

Am Abend ließen wir es uns aber nicht nehmen, bei den Girls noch auf einen Uno-Spieleabend vorbeizuschauen – heute konnte ich mir zum ersten Mal den Sieg sichern ;)

Die zwei Präsentationen gut hinter mich gebracht, ging es am Mittwoch Abend zur Feier des Tages in die All-You-Can-Eat-Mensa. Hier war heute Themenabend Hawaii und es gab Cocktails (ohne Alk), Früchte, Shrimps und zahlreiche andere Spezialitäten. Außerdem waren die Angestellten bunt verkleidet und jeder bekam an der Kassa eine Perlenkette umgehängt…

Der Donnerstag war geprägt von Ausschlafen und Uni-Arbeit, Sonnenliegen und dann wieder Arbeiten (so ungefähr in dieser Reihenfolge). Am Abend waren die Girls und Christoph bei uns zu Gast und es wurde groß aufgekocht – es gab Hühnchen süß-sauer mit Reis und Salat – zum Nachtisch verwöhnten wir unsere Gäste mit Eiscreme (danke Christoph :D ). Außerdem sahen wir uns eine Komödie namens Superbad an – sehr empfehlenswert und wirklich lustig!

Freitags nach dem Uni-Vormittag genossen wir die Sonne am Marion Square – es war wirklich ein herrlicher Nachmittag – wolkenlos, aber nicht zu heiß, da der Wind sich ab und zu bemerkbar machte und uns die nötige Abkühlung verschaffte. Abends wurde im McDonald’s gegessen und danach schauten wir auf einen Sprung bei den Mädels vorbei.

Am Samstag wurden wir nach einem Uni-Arbeitstag (bzw. einem Ausflug zum Walmart) am Abend von den Mädels bekocht – es gab Paprikahühnchen mit Gemüserisotto und als Nachtisch Pfannkuchen mit Apfelmus und/oder Eiscreme. Danke vielmals – war echt lecker!

Der heutige Sonntag glich im Prinzip dem Samstag – nur dass am Nachmittag der International Club zu einem Picknick am Marion Square lud. Natürlich kamen wir dieser Einladung nach und aßen zusammen, quatschten gemütlich und spielten Frisbee.

Jetzt schreibe ich gerade von der Bibliothek aus – aber nicht, weil ich mich nicht mehr nach Hause traue, sondern weil bei uns in den Courtyards das Internet nicht funktioniert – und das schon seit Samstag Früh. Wir werden euch natürlich auf dem Laufenden halten, wie lange es hier in den Südstaaten dauert, so ein Problem zu lösen.

Inzwischen wünschen wir euch allen eine schöne Woche!

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Walking with Dinosaurs

Dienstag, 15. April 2008 10:19

Und schon wieder war Sonntag. Die Wochen vergehen wirklich mittlerweile wie im Flug und man merkt gar nicht wie schnell eigentlich die Uni vorbei ist. Jetzt haben wir nur mehr 1,5 Wochen bis Mittwoch nächster Woche normale Lehrveranstaltungen am College of Charleston. Dann folgen noch 1,5 Wochen, die für Projektabgaben und Klausuren zur Verfügung stehen und dann sind wir bereits fertig mit der Uni. In unserem Fall haben wir die letzte Abgabe am 30.April und somit rechtzeitig für den am 1.Mai anstehenden Flug nach Chicago :)

Doch zurück zum Sonntag. Dieser wurde langsam angegeangen, obwohl Andy bereits um 11 Uhr ein Teammeeting hatte und zwar für selbige Vorlesung, wegen der ich tags zuvor die Plantage früher verlassen hatte. Die Deadline für dieses Team Project war nämlich der Montag und da hieß es sich ranhalten. Während Andy beim Teammeeting war, fuhr ich um 1 mit Isi rauf nach North Charleston. Der Grund hierfür war, dass wir 1,5 Wochen davor Karten für ein Event namens „Walking with Dinosaurs“ erworben hatten, wo in 2 Jahre langer Arbeit Dinosaurer nachgebildet wurden, die sich sogar authentisch bewegten. Doch dazu etwas später. Abgerundet wurde der Trip durch eine kleine Shoppingtour durch das Tanger Outlet. Daduch fuhren wir schon um 1 los, um kurz vor 2 die Shoppingrunde zu beginnen, zwischendurch gönnten wir uns ein Subway-Mittagessen und um halb 5 düsten wir Richtung North Charleston Coliseum, wo pünktlich um 5 das Dino-Event über die Bühne ging. Durch Zufall war gerade an diesem Tag im Tanger Outlet auch noch ein kleine Corvette-Ausstellung und so konnte ich ein paar kultverdächtige Schnappschüsse amerikanischer Sportkarossen machen. Darüberhinaus machte sich dieses Mal der nahegelegene Flughafen sowie die Militärbasis bemerkbar, denn innerhalb kurzester Zeit flogen sowohl normale Passagierflugzeuge, sowie 2 US-Bomber und 3 F18 über das Outlet. Ist schon ein komisches Gefühl, wenn die Kampfflugzeuge in Formation über einen drüberfliegen.

Die Shoppingtour durch ein neu erworbenes Hemd erfolgreich hinter sich gebracht, ging es ab zum eigentlichen Höhepunkt des Tages. Vorab wussten wir beide nicht genau wie die Show ablaufen wird und daher waren wir gespannt wie man die Urzeitgiganten in ein derartiges Event einbauen würde. Die Show selbst kann als Live-Dokumentation gesehen werden. So war ein Sprecher Mittelpunkt der Show, der uns von den Anfängen der Dinosaurier auf dem Urkontinent Pangäa in der Trias-Zeit bis hin zur späten Jura-Zeit, wo mit einem Kometeneinschlag das Ende der Urzeitkolosse besiegelt worden ist, durch eine atemberaubende Reise geleitet hat. Die Show umfasste 15 lebensgroße Dinosaurier, darunter die bekannteste: Stegosaurus, Triceratops, Ankylosaurus, Brachiosaurus, der Flugsaurier Pteranodon und natürlich darf das Aushängeschild der Urzeitreptilien mit Tyrannosaurs Rex nicht fehlen.

Sehr beeindruckend war generell wie flüssig und authentisch sich die Dinos bewegten und wie echt sie aussahen. Ein weiteres Staunen verursachte natürlich die Größe, welche vor allem beim Langhals Brachiosaurus, wo zunächst nur ein Junges in der „Manege“ war schon für sehr viel Begeisterung sorgte, aber als dann auch noch die dazugehörige Mama die Bühne betrat, war das einfach nur mehr spektakulär. Der Erzähler der während der ganzen Show versuchte in der Manege sich gegen die Dinos zu wehren war im Verhältnis zu diesem Giganten wie eine Ameise anzusehen. Abgerundet wurde die Show, die nicht nur aus Doku und Dinosaurierspazieren bestand, durch ein paar Szenen, wie sie sich damals abgespielt haben könnten. So wurden immer wieder Raptoprenangriffe dargestellt, aber auch ein Kampf zweier Triceratops um die Führungsrolle in der Herde.

Alles in Allem eine wunderbare Show, die neben Wissen auch Erstaunen und etwas Spaß vermittelt, vor allem die Rolle des Erzählers, der einerseits durch die Show führte und das Wissen vermittelte, aber andererseits immer wieder von einem Mini-T-Rex attackiert wurde, war einfach sehr gut inszeniert.

Anschließend an die beinahe 2 Stunden lange Show, mussten wir eine gute Stunde auf den Bus warten. Diese Zeit nutzten wir zum Einkaufen im nahegelegenen Walmart und so gegen 9 Uhr abends war der Heimathafen in der Meetingstreet erreicht. Dadurch, dass am nächsten Tag ja die bereits erwähnte Deadline des ersten Semesterteamprojektes war, wurde dann noch etwas weitergearbeitet und dann später in den Schlaf zu fallen , um von den urzeitlichen Geschehnissen des heutigen Tages zu träumen…

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Boone Hall Plantation

Dienstag, 15. April 2008 0:47

Die Werktage hinter uns gelassen, hieß es am Samstag dann der Besuch einer nahgelegenen Plantage mit dem International Club. Der Weg dort hin kostete uns lediglich 15 Minuten unseres Lebens mit dem Auto, im Vergleich zur Gründungszeit der Plantage, musste man dafür 6 Stunden einplanen, um von Downtown Charleston das Anwesen zu erreichen. Die Plantage, genannt Boome Hall, war einst eine der größten in der Gegend um Charleston und hatte ihre Blütezeit um 1800. Entstanden ist sie allerdings schon früher als Wohnsitz einer englischen Familie, die damals günstig Land in der neuen Welt kaufen konnte. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde sie dann an einen kanadischen Botschafter verkauft, der seinerseits Jahre später diese wiederum an Nachkömmlinge der Familie Rutledge, einer sehr bekannten und reichen Familien in der Gegend Charleston, überschrieben hat.

Aufgrund der damaligen englischen Steuer pro Zimmer, besitzte das Hauptgebäude lediglich 3 Zimmer pro Etage und jedes Zimmer hatte mehrere Zwecke. So war da eines, welches als Bibliothek, Aufenthalts- und Studierzimmer genutzt wurde. Ein weiteres als Esszimmer und ein dritten in welches wir allerdings keinen Einblick nehmen durfte. Witzigerweise wurde damals die Küche aus dem Haus outgesourct, wie es so schön Neudeutsch heißt. Das hatte den einfachen Grund, dass die Küche immer der Gefahr eines Feuers ausgesetzt war und jährlich 1-2Mal abbrannte. Gewöhnlich dauerte ein Essen damals immer um die 2 Stunden, na klar Fernseher, Computer, Playstation & Co waren damals ja noch nicht erhältlich.

Das Hauptgebäude selbst erlebten wir als Führung und nach den beiden bereits erwähnten Räumen ging es weiter in einen Zubau, der alerdings erst wesentlich später angebaut worden ist. In diesem war wieder eine Art Wohnzimmer zu finden, aber auch einige Dokumente und Fotos an den Wänden. Ein Foto darunter war von Patrick Swayze und anderen Darstellern der einst beliebten Bürgerkriegsserie „Fackeln im Sturm“, wo seinerseits auch ein paar idyllische Südstaaten- und somit ProSklaverei-Szenen direkt in der Boone Hall Plantation gedreht wurden. Weiters bekamen wir die Info, dass dieses Gebäude eines der ersten in ganz South Carolina war, welches den Genuss von Elektrizität und somit elektrischem Licht genießen konnte.

Doch jetzt genug vom Gebäude, was war sonst noch zu finden auf dem Anwesen: Einige Sklavenhäuser, die zum Teil auch noch „möbliert“ waren. Möbel hießen in diesem Fall Holzbänke, Betten mit Seile als Matratze und weitere derartige rustikale Einrichtungsgegenstände. Außerdem konnten wir noch einem Vortrag beiwohnen, wo uns die Sklaverei etwas nähergebracht wurde. So, war man damals der Auffassung, dass Schwarze sehr gut in das subtropische Klima South Carolinas passten, da es sehr dem Klima ihres Heimatgebietes Westafrika ähnelt. Außerdem bringen sie einen natürlichen Schutz gegen die teils intensive Sonneneinstrahlung mit, nämlich ihre dunkle Hautfarbe. Last but not least war man der Ansicht, dass sie auch gute Farmer sind und sich im Anbau von Reis, Baumwolle etc. auskannten und demnach auch als derartige (unentgeltlich) eingesetzt wurden. Dadurch, dass die Sklaven keine Schulbildung bzw. Englischunterricht genießen durften, erarbeiteten sich eine eigenen Sprache, die man Gullah nennt und als Englisch mit westafrikanischen Einfluss gesehen werden kann. Das Ende des Vortrags bildete eine Geschichte eben in Gullah, die wir aber nur zum Teil verstanden und auch nicht übersetzt wurde.

Das schönste an der Plantage war allerdings eindeutig der Creek, der wie ein kleiner Stausee war und an dessen Ufer wir einige Zeit verbrachten, um ein paar schöne Schnappschüsse zu machen. Schlussendlich quälte uns dann so der Hunger, dass wir eine Kleinigkeit zu uns nahmen. Anschließend hatten wir die Möglichkeit entweder die Erdbeerfelder zu besichtigen – Andy schloss sich dieser Gruppe an – oder gleich den Heimweg anzutreten, welches ich bevorzugte, hatte ich doch ein Teammeeting am frühen Nachmittag angesetzt. Summesummarum war der Besuch der Plantage nicht einmal das Eintrittsgeld von nur $ 15,- wert, denn die erste Führung war äußerst lausig und auch der zweite Vortrag war recht lustlos. Das Anwesen selbst war nun auch nicht so mitreisend, denn im Grunde war es nur ein Haus. Das einzig Interessante bildeten die Sklavenhäuser, die leider allerdings großteils leer waren und als Sehenswürdigkeit wohl zu wenig aufweisen. Wenigstens war die Natur in Form von Bäumen und Creek wirklich schön anzusehen.

Abends nutzten wir dann die Gunst der Stunde, dass der International Club Autos gemietet hatte und genossen wiederum ein gemütliches Abendessen. Dieses Mal allerdings in der Nähe von Sullivan’s Island in einem Sea Food Restaurant namens Red’s. Die Atmosphäre war hier wirklich super, war das Lokal doch direkt am Pier und der Meereswind blies einem ins Gesicht. Das Essen pflichtete seinen Teil bei und so war es ein sehr schönes Ambiente, welches durch Gespräche mit den Internationals aus Frankreich, Deutschland, Italien, Slowakei, Polen, Italien und auch einem Amerikaner humorvoll abgerundet wurde.

Kurz vor dem Nachhausefahren, kam dann noch die spontane Idee einer kleinen Beachparty auf Folly Beach, welcher zwar nicht unmittelbar in der Nähe war, aber schöner als der lokale Strand galt. So, ging es um etwa 10 Uhr ab nach Folly Beach an den Strand, wo wir noch eine gute Stunde im Dunkeln dem Meeresrauschen zuhörten und wiederum jede Menge Spaß hatten. Wie jeder Tag hat auch dieser sein Ende gefunden und wir fielen irgendwann doch recht geschafft ins Bett.

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Schon wieder eine Woche um

Dienstag, 15. April 2008 0:13

Vorab eine kleine Entschuldigung, dass es derzeit nicht gerade rege auf unserem Blog zugeht. Der Grund hierfür ist allerdings, dass die Wochen einfach wie im Flug vergehen und wir meistens einfach nicht daran denken…

Doch zurück zur letzen Woche. Montags und Mittwochs war wie gewohnt unseren uniintensiven Tage, die wir allerdings sehr rasch hinter uns gebracht haben. Zwischendrin hielten wir mit den Assignments Schritt, die nach wie vor leider sehr zahlreich anfallen, aber wir uns langsam einfach daran gewöhnt haben.

Donnerstag und Freitag nutzten wir dann das gute Wetter und genossen in vollen Zügen die Sonne. Donnerstag im nahegelegenen Marion Square, das Sonnenparadies der Studenten. Außerdem konnte ich am Donnerstag, dass nahegelegene Gym, welches ein vollwertiges Fitnessstudio darstellt und für Studenten frei zugänglich ist, für mich entdecken und habe gleich einen Tag später das Resultat in Form eines netten Muskelkaters präsentiert bekommen. Freitags stand dann Sullivan’s Island auf dem Programm. Kurz nach dem Mittagessen sollte es losgehen. Andy war schon etwas früher abgedüst über die Ravanel Bridge nach Mt.Pleasent, wo südlich gelegen der Strand von Sullivan’s Island zu finden ist. Ich musste noch auf eine Antwort meines Software Architecture-Teams abwarten bevor es auch für mich losging. Vollgepackt mit sonnigen Utensilien ging es dann auf in die Affenhitze – es hatte 28° – die zuvor erwähnte Brücke hinauf. Mitten auf der Brücke dann fragte ich mich warum denn heute das Treten so anstrengend ist. Da ich die Kopfhörer meines Ipods im Ohr hatte, konnte ich nicht hören, dass mein Hinterrad geplatzt war und ich nur mehr auf der Felge fuhr. Tja, so hieß es in der prallen Hitze: Zurück nach Hause und Hinterrad flicken, welches leider in Summe eine ganze Stunde in Anspruch nahm. Darum rentierte es sich für mich nicht mehr wirklich den Weg zum Strand zu bestreiten und ich bemühte mich wieder ins Studentenparadies, also Marion Square.

Nach einem neuerlichen Besuch im Gym, haben wir abends Essen ausgemacht und es ging zu fünft – 2x Tourismus, 2xIT und einmal Recht in Sachen MCI-Studiengang – runter in die Market Street in ein Lokal namens TBonez, angelehnt an die fleischige Angelegenheit eines saftigen T-Bone-Stakes. Dort genossen wir ein herrliches Abendessen. Anschließend vervollständigte Andreas die 6er MCI-Runde und es ging ab in ein nahegelegenes Lokal namens Tsunami, wo asiatische Gerichte serviert werden, aber auch eine nette Bar inkludiert ist. Der Name ist wohl seit dem großen Tsunami Ende 2004 in Südostasien etwas unglücklich gewählt, aber naja wahrscheinlich hat es dieses Lokal bereits zuvor gegeben und ich glaube ohnehin, dass die Amerikaner dass sowieso nicht mitgekriegt haben… Naja der Abend fand somit einen schönen Ausklang und kurz nach Mitternacht suchten wir dann unsere Betten auf.

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Atlanta – die Zweite

Dienstag, 8. April 2008 2:56

Letztes Wochenende ging es für uns zum zweiten Mal nach Atlanta. Dieses Mal mit Verstärkung von den zwei Kanadiern Nevin und Kristen sowie vier deutschen Mädels: Steffi, Vicky, Kati und Julia. Gleich nach der Uni starteten wir am Freitag Nachmittag die fünfstündige Reise von Charleston nach Atlanta.

Nachdem wir gegen 6 Uhr ein Motel etwas außerhalb der Downtown bezogen hatten, fuhren wir gleich in die Stadt, da Nevin und Kristen sich ein Baseballspiel ansehen wollten. Dieses fiel jedoch wetterbedingt aus (es regnete in Strömen) und so verbrachten wir einen netten Abend in der Innenstadt, genauergesagt im Hooters – bei Chickenwings und Fries – und natürlich mit sexy Kellnerinnen ;)

Am Samstag Vormittag stand eine Besichtigung des CNN Centers am Programm. Dieses besteht aus mehreren Gebäuden, die einen großen, überdachten Innenhof bilden. Dort findet man ziemlich alle Fast-Food-Ketten, die man so kennt: Moe’s, Dunkin Donuts, Wendy’s, Taco Bell, Arby’s, etc. Anschließend an das Center ist ein Hotel und auch die Philips Arena, in der wir am Abend ein Eishockeyspiel anschauen wollten. Doch vormittags nahmen wir zuerst einmal an einer CNN Studio Tour teil. Sie führte uns vom Innenhof des CNN Centers über die längste freistehende Rolltreppe der Welt direkt in den 8. Stock des CNN Building. Dort sahen wir ein nachgebautes Nachrichtenstudio und konnten live dabei sein, als die Moderatorin auf ihr Zeichen wartete und nach ihrer Ansage ein Filmbeitrag eingespielt wurde. Weiters sahen wir direkt in den Newsroom, wo Redakteure, Texter und Editoren zusammen die Nachrichten aufbereiten. Den Abschluss der Führung bildete ein kurzer Image-Film und anschließend hatte man die Möglichkeit, sich selbst beim Nachrichtensprechen filmen zu lassen, wovon wir allerdings nicht Gebrauch machten.

Nach einem Mittagessen-Stop bei Subway splittete sich unsere Gruppe auf – die „World of Coca Cola“ sollte besichtigt werden – da Benny und ich dort schon waren, sahen wir uns „Underground Atlanta“ an, eine Shopping Mall, die in den alten Bahnhof von Atlanta hineingebaut war. Am Abend stand dann das Highlight des Tages an: wir besuchten das Eishockeyspiel Atlanta Thrashers gegen Tampa Bay Lightning. Die riesige Philips Arena war beinahe bis zum letzten Platz gefüllt – die Stimmung war am Kochen, als die Spieler das Feld betraten und die obligatorische Hymne erklang. Die Thrashers konnten sich in den ersten Minuten bereits ein Tor sichern, dies wurde jedoch etwas später wieder ausgeglichen und so stand es bis zum letzten Drittel 1:1 – beide Mannschaften verhielten sich defensiv. In den letzten 5 Minuten wendete sich das gesamte Spiel und es wurde spannend: die Thrashers schossen das 2:1 – die Gegner wollten dies nicht auf sich sitzen lassen und versuchten offensiv auszugleichen. Dies ging jedoch in die Hose und in einem gekonnten Manöver schossen die Thrashers das 3:1. In der letzten Spielminute – man glaubt es kaum – konnten sie sich dann noch ein weiteres Tor sichern – der Endstand: 4:1 für die Thrashers! Das Stadion bebte und die Freude war den Fans ins Gesicht geschrieben. Ein tolles Spiel – wenn auch im zweiten Drittel nicht viel passierte.

Nach dem Match kehrten wir zum Motel zurück und wollten uns mit etwas Alkohol zum Ausgehen einstimmen – danach sollte es mit Taxis zurück in die Stadt gehen. Ja, „sollte“ – leider blieben wir nämlich im Motel hängen und es wurde stattdessen ein gemütliches Beisammensein im Zimmer der deutschen Mädels – war trotzdem sehr lustig ;)

Am Sonntag fuhren wir nach dem Check Out wieder in die Downtown und wollten uns das Martin Luther King Center ansehen – dieses war jedoch geschlossen, also spazierten wir stattdessen noch ein letztes Mal durch die Stadt bevor wir Kristen und Nevin mittags zum Baseball Spiel brachten. Benny und ich machten uns danach auf zu „Stone Mountain“ – einem 250 m hohen Granitfelsen, der 20 km außerhalb von Atlanta herausragt. Rundherum ist ein großer Park entstanden mit Golf Club, Camping Ground, zahlreichen Picknick Plätzen und Attraktionen, wie zum Beispiel einem Zug, der rund um den Felsen fährt und einer Seilbahn, die direkt auf die Spitze führt. Außerdem sind in den Fels drei Helden aus dem Bürgerkrieg gemeißelt: President Jefferson Davis, General Robert E. Lee und Thomas J. „Stonewall“ Jackson. Wir verbrachten beinahe den gesamten Nachmittag dort, gingen zu Fuß auf die Bergspitze und erkundeten den Park mit dem Auto. Um halb 6 Uhr holten wir die zwei Kanadier wieder am Baseballfeld ab und dann ging’s zurück nach „Hause“, wo wir gegen 11 ankamen.