Archiv für Mai 2008

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Niagara Falls

Donnerstag, 29. Mai 2008 23:42

Von Albany fuhren wir am Montag gute fünf Stunden zu den Niagara Falls und die gleichnamige Ortschaft am Eriesee. Um acht Uhr Früh ging’s los und so waren wir bereits um 13 Uhr am Ziel. Noch vor dem Einchecken machten wir einen Stopp beim nächsten Visitor Center, um uns nach den besten Attraktionen zu erkundigen. Sofort bekamen wir eine „All-inclusive-Bus-Tour“ empfohlen, welche wir auch kurz entschlossen buchten.

Eine Stunde später saßen wir bereits im Tourbus in Richtung Niagarafälle. Die erste Station war eine Bootstour mit der „Maid of the Mist“, ein Schiff, das direkt vor die beiden Fälle – die American Falls und die Horshoe Falls (Canadian Falls) – fuhr. Da das Wasser in der Nähe der Fälle extrem aufgewirbelt wird, entsteht ein richtiger Sprühnebel (der so genannte „Mist“). Dies war auch der Grund, warum wir einen Regenschutz bekamen, bevor wir auf’s Boot gingen. Die „Maid of the Mist“ ist das einzige Boot, das vor den Fällen verkehren darf – das Wasser ist hier unberechenbar – dies merkte man auch einige Male, als das Boot mit ziemlichem Wellengang zu kämpfen hatte.

Nächster Halt war einige Hundert Meter flussabwärts – die Kraft des Wassers wird hier in Form eines „Whirlpools“ sichtbar – es ist ein Becken entstanden, indem sich das Wasser im Uhrzeigersinn dreht – schwimmen nicht empfehlenswert und sogar strengstens untersagt.

Nach einem kurzen Ausflug zum Niagara Kraftwerk, das Fließkraftwerk mit der höchsten Kilowattleistung in Amerika, fuhren wir zurück zu den eigentlichen Wasserfällen. Dieses Mal ging es noch weiter heran, als mit der „Maid of the Mist“. Zuerst hieß es Schuhe aus- und Regenschutz anziehen, bevor wir mit einem Aufzug direkt vor die American Falls zur „Cave of the Winds“ gefahren wurden. Hier konnte man auf einem Steg direkt vor das fallende Wasser treten. Am „Hurricane Deck“ war man vom Wasserfall nur mehr wenige Meter entfernt – die Niagara Falls zum Greifen nah! – Natürlich wurden wir auch gscheit nass – aber dafür gab’s ja den Regenschutz ;)

Am Abend waren die Niagarafälle sogar beleuchtet – es entstand eine schöne Stimmung, die noch von einem Feuerwerk umrahmt wurde. So klang auch dieser Tag aus und wir hatten auch schon ein Programm für den nächsten. Unser Tourguide riet uns nämlich, das „Daredevil Museum“ zu besuchen, in dem die Hilfsmittel aller „mutigen“ Personen ausgestellt sind, die sich bereits über die Niagarafälle getraut haben (siehe Fotos). Da gab es Leute, die sich in einer dicken Gummiröhre hinunterwagten, aber auch einen, der es auf einem Jetski probierte, dies jedoch nicht überlebte.

Es folgte ein Mittagessen im „Seneca Casino“ – hier gab es ein sehr exklusives „All-You-Can-Eat-Buffet“ – genau das Richtige für uns Fast Food geplagten Austausch-Amerikaner ;)

Am Nachmittag besuchten wir kurz das benachbarte Buffalo und sahen uns die HSBC Arena an, in der die Buffalo Sabres und auch UNSER Thomas Vanek spielen. Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten – deswegen machten wir uns bald auf nach Washington, beziehungsweise auf das auf halber Strecke liegende Altoona, wo wir die Nacht verbrachten.

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Boston, Harvard und Budweiserbrauerei

Sonntag, 25. Mai 2008 22:30

Nach unserer nächtlichen Ankunft machten wir uns bereits am nächsten Tag (Donnerstag) per Subway auf in die Downtown, um diese auf eigene Faust zu erkunden. Die für amerikanische Verhältnisse sehr geschichtsreiche Stadt hat uns gleich in ihren Bann gezogen und so absolvierten wir nach 2-3 Stunden alleinigen “Herumirren” noch die Freedom Trail Tour. Kurz zu Erklärung: Durch die Stadt geht eine am boden entweder gesteinert bzw. gemalte rote Linie, welche als Freedom Trail bezeichnet wird. Die Idee dahinter ist, dass alle historischen Bauten bzw. Lokalitäten eben an dieser Linie ist und man dieser nur folgen muss. Die Tour entlang des Freedom Trails wurde von einem Tour Guide geführt und zu Fuß absolviert und dauerte in etwa 1,5 Stunden. Dadurch, dass das Wetter etwas wechselhaft war – es regnete immer wieder leicht für ein paar Minuten – waren wir zunächst nur 6 Personen und demnach war die Tour noch einen Hauch persönlicher. Darüberhinaus war sie wirklich sehr gut und informativ, welches auch der Grund dafür ist, dass sie Bostons #1 Attraktion ist. Anschließend machte ich mich noch allein nach Little Italy auf, um den nördlichen Teil der Stadt zu besichtigen, da Andy noch ein wichtiges Telefonat zu führen hatte ;) Abends, geschafft vom heutigen Tag sowie noch müde vom Tag zuvor, ging es bald ins Bett, um fit für die nächsten Tage zu sein.

Am Freitag unternahmen wir dann eine Trolley Tour, welches es ermöglicht an 19 verschiedenen Punkten der Stadt in einen Touristenbus einzusteigen und darin vom Busfahrer alle interessanten Fakten zu den Sights sowie Insiderfacts zu erfahren. Die Tour zog sich über mehrere Stunden, da wir hin und wieder ausgestiegen sind um die Sights genauer zu betrachten. Außerdem machten wir einen Abstecher zum Bostoner Fenway Park, welches die Heimstätte der Baseballmannschaft Red Sox darstellt. So, lernten wir an diesem Tag auch noch das restliche Boston kennen und konnten uns schon langsam Boston Insider nennen. Abendgegessen haben wir in einem “German Restaurant”, wo Andy sich ein Schnitzel gönnte und ich mir eine Art Grillteller. Man muss allerdings sagen, dass es natürlich lange nicht so gut wie daheim schmeckt. Das abendliche Programm stellte sich dann aus dem neu im Kino erschienenen Indiana Jones 4 zusammen. Der Film war wirklich sehr unterhaltsam und überraschenderweise für ein Sequel und einen wesentlich älteren “Indy” sehr gut.

Samstags stand dann ein Ausflug in das an Boston angrenzende Cambridge auf dem Programm, um wohl die bekannteste Uni der Welt zu besichtigen. Bei wem es bis jetzt noch nicht geklingelt hat, es handelt sich dabei um Harvard. Dort schlossen wir uns einer kostenlosen unofficial Harvard Tour an, welche von Studenten auf der Basis von freiwilligen Spenden durchgeführt werden. Die wirklich humorvoll geführte Tour ging neben den Harvardbauten wie Unterrichtsräume, Studentenheime, Library etc. auch immer wieder auf die Rivalität zwischen der Uni und ihrer Heimatstadt ein, deren Highlight wohl eindeutig das Cambridge Fire House darstellt. Diese Feuerwehrzentrale wollte die Stadt Cambridge auf Harvardgrund bauen, dies lies die Eliteuniversität allerdings nur zu, sofern dieses aussieht wie ein Harvardgebäude, also in klassischem Rotziegel-Look sowie eine Kapelle auf dem Dach. So kostete die Stadt das Feuerwehrhaus wesentlich mehr als budgetiert. Die Stadt seinerseits revanchierte sich natürlich dafür u.a. beim Brand des Harvardgebäude, welches unmittelbar vis-a-vis des Feuerwehrgebäudes ist, wo die Feuerwehr erst viel später ausrückte oder bei den Genehmigungen zum Wachposten bei der Einfahrt auf das Harvardareals. Am Nachmittag unternahmen wir dann einen Ausflug zum John F. Kennedy Museum, welches auf sehr interaktive Weise, das Leben des 35.Präsidenten (und wohl einer der wichtigsten, Stichwort Kubakrise, Gleichberechtigung der Afro-Amerikaner, “Ich bin ein Berliner”) der Vereinigten Staaten bis hin zu den Schüssen in Dallas zeichnet. Wirklich ein sehr gelungenes Museum, welches durch die interaktive Gestaltung wie Filme und Nachbildugen bspw. des weißen Haus oder der ersten Fernseh-Wahldebatte der beiden Kandidaten dem Besucher es sehr leicht macht in die damalige Zeit reinzuversetzen. Am Abend genossen wir dann noch in einem Restaurant in China Town ein entsprechendes Gericht und wollten dann das Nightlife in Boston unsicher machen. Allerdings mussten wir aufgrund unseres im Zimmer gelassenen Passes auf eine Sportbar umdisponieren und schauten uns so dort lediglich das Playoff-Spiel der Boston Celtics gegen die Detroit Pistons an.

Am Sonntag wäre dann eigentlich Whale Watching auf dem Programm gestanden. Wie das Leben allerdings so spielt, haben wir keine Karten mehr dafür bekommen. Ironischerweise waren wir die Tage zuvor täglich am Long Wharf (wo die Touren beginnen) und hätten diese gleich kaufen können. Demnach hieß es umdisponieren. Wir machten aus der Not eine Tugend und beschlossen die Anheuser-Busch Brauerei im nahegelegenen Merrimack, New Hampshire zu besichtigen. Die Brauerei, welches in Amerika u.a. die Marken Budweiser, Bud Light, Busch, Busch Light etc. herstellt ist neben dem Biergeschäft auch noch in weiteren Branchen aktiv. So produzieren sie auch unter anderem BBQ-Saucen und betreiben mehrere Theme Parks, wie bspw. Busch Gardens, den wir in Tampa besucht haben, aber auch Sea World in Orlando. Die Tour durch die Brauerei war kostenlos und ist für alle die in der Nähe sind zu empfehlen. Natürlich durfte anschließend der Besuch des Gift Shops nicht fehlen und so wurde wiederum ein bisschen geshopt. Somit war unsere Trip nach Boston auch schon wieder Geschichte und wir machten uns auf in Richtung Niagara Fälle bzw. auf einen Zwischenstopp auf halben Wege in der Hauptstadt New Yorks, Albany, um nicht die ganzen 7 Stunden Fahrt an einem Tag erledigen zu müssen.

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Vom Süden in den Norden…

Donnerstag, 22. Mai 2008 23:14

Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verbrachten wir in einem Motel in Brunswick. Am nächsten Morgen standen wir früh auf, um die dreistündige Restfahrt nach Charleston bis 9 Uhr hinter uns zu bringen. Unser Flug ging zwar erst um halb drei, aber so hatten wir noch genügend Zeit, um die zweiten Koffer abzuholen, das gesamte Gepäck einzuchecken und das Mietauto zurückzugeben.

Außerdem konnten wir uns überraschenderweise noch einmal mit Hannes und Geri treffen, da sie am Dienstag aus New York zurückkamen, und sich ihr Zwischenaufenthalt in Charleston wegen einer Hurricane-Warnung um einen Tag verlängerte. Da ihr Flug zur gleichen Zeit startete als unserer, gingen wir zusammen in die Stadt Mittagessen und verabschiedeten sie anschließend bei einem Kaffee am Flughafen – es war wirklich ein nettes und vor allem unerwartetes Wiedersehen und außerdem bekamen wir schon zahlreiche Insider-Tips für unsere letzten Tage in New York City.

Unser Flug von Charleston nach Boston verlief reibungslos – da wir jedoch in Atlanta einen dreistündigen Zwischenstopp hatten, kamen wir erst um 9 am Ziel an – gleich darauf holten wir unser Auto ab. Wir staunten nicht schlecht, als auf einmal ein weißer Jeep (Suzuki XL7) vor uns stand. Eigentlich war ein „Compact“ (= kleines) Auto für uns reserviert. Jetzt haben wir zwar unendlich viel Platz, sind aber mit einem Verbrauch von 13,3 Litern auf 100 km konfrontiert. Der gute Dollarkurs und die vergleichbar günstigen Spritpreise in Amerika machen dies aber wieder „erträglich“.

Mit ein paar Orientierungsschwierigkeiten bei Nacht fanden wir irgendwann auch unser Days Inn in Boston, in dem wir die nächsten vier Nächte verbringen werden. Erschöpft und gespannt auf die Stadt und die kommenden Tage fielen wir ins Bett…

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Noch einmal Kind sein dürfen…

Mittwoch, 21. Mai 2008 10:02

Nach dem spannenden und actionreichen Besuch in den Busch Gardens am Vortag, stand am Dienstag dann Disney World auf dem Programm – Für jeden Florida Theme Park Besucher ein Muss, kann es doch als Mutter aller Theme Parks angesehen werden. Wobei der Begriff Theme Park durch Walt Disney World neu definiert werden muss, denn dies ist kein gewöhnlicher Theme Park wie Gardaland oder sonstige europäischen Parks. Walt Disney World besteht nämlich aus 4 verschiedenen Theme Parks sowie 2 Wasser Parks. Darüberhinaus besitzt es eine eigenen Downtown, welche neben etlichen Lokalitäten und Restaurants auch ein Musical/Opernhaus aufweisen kann. Neben diesen bereits erwähnten Ausstattungen besitzt es auch mehrere Hotelresorts, die durch sämtlich denkbare Sportanlagen (wie bspw. Golfplatz) ergänzt werden und vieles vieles mehr.

Doch zurück zu unserem Besuch. Die Karten bereits am Vortag per Internet gebucht, düsten wir gleich in der Früh los, um so rasch wie möglich das riesige Areal zu erreichen, denn wir wussten noch nicht in welchen Theme Park – es standen ja 4 verschiedene zur Auswahl – wir gehen werden. Nach einem kurzen Besuch der Informationsstelle in Downtown Disney entschlossen wir uns in den klassischen Theme Park, genannt “Magic Kingdom” zu gehen. Um dort hinzukommen mussten wir zuerst den entsprechenden Parkplatz aufsuchen. Per Anhänger-Taxi ging es dann zum Ticketschalter, um dort dann in eine Monorail zum Eingang des Parks zu gelangen. Etwas kompliziert, aber trotzdem sehr cool, da man bei einigen Disney Resorts sowie an einem See vorbeifährt, den man anstatt des Monorails auch per Fähre bestreiten kann. Endlich beim Park angekommen, passierten wir das Tor und wurden gleich von der Main Street USA begrüst. Diese wie in den 20er Jahren aufgebaute Straße führt direkt zum Cinderella-Schloss, welches den Mittelpunkt des Parks darstellt und rundherum sind die einzelnen “Länder”, also Parkteile angeordnet. Beim Schloss angekommen lief auch schon die Show, in der neben Mickey und Minnie Mouse auch andere Disney Charaktere wie Peter Pan, die böse Fee von Cinderella, Goofy und viele mehr sich ein Stell dich ein gaben. Nach der Show ging es gleich ab zum “Big Thunder Mountain Railroad” den wir als unsere erste Attratkion auserkoren haben. Da es während der Fahrt schon zu regnen begonnen hat, befürchteten wir schon einen etwas nassen Disney Land Besuch, was sich allerdings gott sei dank als falsch herausstellen sollte. Aufgrund des Regens suchten wir daraufhin eine Indoor-Attraktion aus und düsten zu den “Pirates of the Caribbean”, wo uns auch gleich Jack Sparrow persönlich begrüßte und uns das Anstehen verkürzte. Generell ist zu sagen, dass wir bei keiner Attratkion länger als 20 Minuten angestanden sind, was sehr fein und wirklich praktisch war. Demnach ist dienstags nur zu empfehlen.

Diesen Attraktionen folgten noch viele mehr, denn wir liesen fast nichts aus. Die weiteren Highlights darunter waren vor allem das 4D Kino “Mickey’s PhilharMagic”, “The Haunted Mansion” sowie “Monster’s Inc Laugh Floor”. Vor allem Letzteres, also die Attraktion angelehnt an den Film Monster AG, war wirklich sensationell, denn diese Art Kino interagierte mit den Zuschauern und nahm die Antworten dieser auf. Soll heißen, dass ein projezierter Mike Glukowski bspw. die Namen der Besucher erfragte und sie dann persönlich ansprach. Außerdem kam es seinem Namen als Laugh Floor wirklich total nach und es war wirklich herzhaft lustig. Das Rollercoaster-Highlight war aber auf alle Fälle der “Space Mountain”, wo man Indoor im Dunkeln einen Rollercoaster genießen kann.

Abschließend ist zu sagen, dass dieser Theme Park wohl der Traum aller Kinder ist, da die Attraktionen ja primär auf diese ausgerichtet sind. Wir beiden Kindsköpfe passten zwar gut in dieses Klientel, allerdings ist sonst als Erwachsener von diesem Theme Park eher abzuraten. Auf alle Fälle ist Disney World auf alle Fälle eine Reise wert, allerdings sollte diese länger als einen Tag dauern, denn wie anfangs beschrieben bietet dieser gigantische Park so viel verschiedenes, dass bei weitem nicht an einem Tag machbar ist. Demnach sollte man schon eine Woche einplanen, um wirklich alles genießen zu können. So, wird Walt Disney World auch mich noch ein zweites Mal sehen… ;)

Nach dem Park ging es dann wieder einmal ein paar Stunden nordwärts mit dem Auto, denn die Nacht verbrachten wir dieses Mal in Brunswick im Bundesstaat Georgia, welches auf halben Wege zwischen Orlando und Charleston liegt, denn tags darauf hieß es Abschied nehmen vom Süden der USA.

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Rollercoasters @ Busch Gardens

Dienstag, 20. Mai 2008 1:52

Am Montagmorgen stand noch nicht fest, was wir heute machen werden – es war komplett bewölkt und der Wetterbericht sagte weder für Tampa (Busch Gardens) noch für Orlando (Disney World) etwas gutes vorher. Da Montag und Dienstag aber für uns die letzten zwei Tage in Florida waren, blieb uns nichts anderes übrig, als uns einen Park auszusuchen und zu hoffen, dass das Wetter halbwegs mitspielt.

Die Entscheidung fiel auf Busch Gardens in Tampa – dies liegt ca. anderthalb Autostunden westlich von Orlando. Auf dem Weg dorthin begann es mehrmals zu regnen, doch als wir in Tampa einfuhren sahen wir plötzlich blaue Flecken zwischen den Wolken. Natürlich machten wir uns gleich auf in den Park, der für seine zahlreichen und wilden Achterbahnen bekannt ist. Das Abenteuer begann auf einer alten Holzachterbahn mit dem Namen “Gwazi” – die Fahrt ist zwar ziemlich holprig, das Feeling ist jedoch gewaltig! Gleich darauf gingen wir weiter zu “Kumba” – einer Stahlachterbahn mit Loopings und vielen Steilkurven. Das absolute Highlight des Tages stellte “Sheikra” dar – der Zug dieser Achterbahn bleibt vor dem ersten Abgrund stehen und man sieht 60 Meter in die Tiefe, bevor man dort fünf Sekunden später senkrecht nach unten donnert.

Während unseres Parkbesuches regnete es nur kurz – dies war genau um die Mittagszeit, also gingen wir schnell in das nächste Restaurant, wo überraschenderweise während dem Essen eine Musical-Show aufgeführt wurde.

Busch Gardens beeindruckt außerdem mit einer Safari auf der man echte Tiere bewundern kann – dieses Adventure ist sehr real aufgebaut – man fährt auf einem echten Jeep durch Landschaft. Kurz vor Schluss geht’s noch auf einem Floß dem Fluss entlang. Wirklich eindrucksvoll! Wer’s nicht so spannend haben will, kann auch die Oma-Tour mit dem Zug machen und die Tiere aus sicherer Entfernung beobachten. – Natürlich haben wir beides gemacht :D

Alles in allem ist der Themepark unbedingt einen Besuch wert. Fünf große Achterbahnen, drei Wasserattraktionen, zahlreiche Shows und Fahrgeschäfte sowie die Safari bieten viel Abwechslung und Spannung – den ganzen Tag über. Wegen der schlechten Wettervorhersage waren auch nur wenige Besucher im Park und so standern wir maximal eine halbe Stunde in der Warteschlange.

Zurück in Orlando gingen wir am Abend noch in die Premium Outlet Mall shoppen – dort deckten wir uns mit neuen Puma-Sachen ein und schauten anschließend noch in die Outlets von Adidas und Nike. Anschließend bereiteten wir endlich unseren Boston Trip vor und machten erste Reservierungen für die kommenden 2 Wochen im hohen Norden. Am Dienstag folgte der letzte Tag im Sunshine State Florida…

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Sonne, Strand und Meer sowie frustrierte Österreicher

Montag, 19. Mai 2008 23:13

Nachdem wir uns für Montag und Dienstag wiederum zweierlei Theme-Parks im Großraum Orlando vorgenommen haben (Busch Gardens sowie Disney World) mit der Absicht, dass unter der Woche sicher weniger los ist wie am Wochenende, haben wir das Wochenende selbst als Urlaub tituliert und wollten noch einmal richtig die sommerlichen Temperaturen im Sonnenstaat der USA genießen. Um allerdings nicht Road-Trip technisch einzurosten und die gut 3 stündige Fahrzeit von Miami nach Orlando etwas zu verkürzen, genossen wir gleich die Strände zweierleier Städe: Fort Lauderdale und Fort Pierce. Noch am Freitag nach dem Metro Zoo ging es nordwärts, um das an Miami anliegende Fort Lauderdale zu erreichen. Für die gut 20 Meilen benötigten wir leider unter dem Strich nahezu eineinhalb Stunden, da wir in sehr zähflüssigen Verkehr, um nicht Stau zu sagen, hineinkamen. So trotteten wir dahin und erreichten unser Ziel leider etwas später wie erhofft. Nach dem abendlichen Einchecken machten wir uns auf eine kulinarische Abendgestaltung zu finden und realisierten diese durch einen Italiener. Danach erkundeten wir gleich den nächtlichen Public Beach, den wir am nächsten Tag in vollen Zugen genießen wollten. Gesagt – getan und dadurch, dass sich auch das Wetter bzw. die Sonne von ihrer besten Seite zeigte, genossen wir einen wirklich heißen und schönen Samstag am öffentlichen Strand. Das Meer bzw. der Strand in Fort Lauderdale ist generell sehr zu empfehlen, da das Wasser türkis und klar ist und der feine Sandstrand seinen Teil dazu beiträgt.

Noch am Abend ging es dann weiter nach Fort Pierce, da uns unser Motel in Fort Lauderdale nicht einwandfrei zugesagt hat und um eben die Fahrtzeit nach Miami tags darauf zu verkürzen. Dort angekommen, bezogen wir wiederum Quartier und statteten als samstägige Abendgestaltung wieder einmal einem Kino Besuch ab. Filmtechnisch zogen wir uns den Disney-Film “The Chronicles of Narnia – Prince Caspian” rein und waren wirklich positiv überrascht, da dieses Sequel wesentlich besser als der erste Teil der Saga war. Auch Andy konnte dieses Mal (im Gegensatz zu Iron Man, den wir mit Geri und Hannes anschauten) den Film nahezu komplett ansehen. Doch gegen Ende blieb er dann doch seinem Florida-Kino-Motto treu und die Äuglein schlossen sich zu einem erholsamen Kurzschlaf. Tags darauf ging es wiederum ab zum öffenlichen Strand, aber diesmal eben Fort Pierce. Der Wetterbericht prophezeite eigentlich nichts Gutes und so war es bewölkt. Allerdings genau auf unserem Strandabschnitt war dies zumeist nur kurz der Fall und wir konnten wiederum die Sonne in vollen Zügen genießen. Dazu kam, dass wir beinahe die einzigen Gäste waren und somit auch die volle Aufmerksamkeit von Mitch, dem Rettungsschwimmer von Fort Pierce hatten. Wettertechnisch war es sogar fast zu schön bzw. heiß, sodass sich der rar besuchte Strand sehr erhitzte und gegen Mittag war es wirklich schwierig ohne Flip Flops sich vom Fleck zu bewegen.

Nachmittags machten wir uns dann per Auto auf nach Orlando um dort unser Quartier für die nächsten beiden Nächte zu beziehen. Außerdem war geplant den anstehenden Trip nach Boston zu organisieren bzw. eine Bleibe zu finden. Dadurch, dass in diesem Motel das Internet im Zimmer allerdings nur begrenzt funktionierte, machten wir uns auf in die Lobby. – An dieser Stelle sei einmal erwähnt, dass es ganz normal ist, egal wo man ist, Deutsche zu treffen oder um es in den Worte von Ster- & Grissemann zu sagen: “De sch… Deitschn” san einfach überall – Nach kurzer Zeit in der Lobby lernten wir dann wiederum 2 Deutschsprachige Mädls kennen. Dieses Mal waren es allerdings Österreicher, genauer gesagt Tirolerinnen. – Schon tragisch bzw. etwas verrückt, dass man um die halbe Welt reisen muss, um Leute aus der “Nachbarschaft” zu treffen, aber egal. Dieses Duo war eigentlich ein Quartett auf einer Rundreise durch Florida. Nur war diese Hälfte des Quartetts mit der anderen bzw. der Routen- und Zielwahl “leicht” frustriert und so kamen wir ins Gespräch. Der Abend selbst verlief dann alles andere wir geplant: Anstatt unseren Bostontrip zu institutionalisieren machten wir uns mit den beiden Mädls auf nach Orlando Downtown und erlebten einen feucht-fröhlichen Abend in einer gemütlichen Bar mit Livesänger. So hatten auch die beiden Mädls ihr Highlight ihres Floridabesuchs und wir einen weiteren lustigen Abend, der etwas länger dauerte…

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We’re going to Miami…

Samstag, 17. Mai 2008 21:23

Am späten Donnerstagnachmittag fuhren vier Österreicher in Miami ein – natürlich mit dem dazu passenden Hit von Will Smith ;) – durch die Downtown hinaus auf Miami Beach, wo wir für die nächste Nacht in ein Zimmer im Days Inn eincheckten (mit Meerblick!!). Gleich darauf ging’s an den Strand – war es doch der letzte Tag für Hannes und Geri im Sunshine State Florida.

Nach dem Relaxen stand noch ein Besuch beim Holocaust Memorial am Programm – hier wird die Geschichte des Holocaust erzählt und mit Bildern umrahmt – außerdem findet man Gedenktafeln mit Namen der Opfer. Nach einem Shopping Ausflug zur nahe gelegenen Dolphin Mall tauschten wir noch unsere Fotos der letzten anderthalb Wochen aus bevor wir schließlich erschöpft in unsere Betten fielen.

Freitag Früh brachten wir unsere zwei Besucher noch zum Miami Airport und frühstückten zusammen bevor sie uns gegen 10 Uhr verließen. Der Abschied war nicht leicht, da wir uns schon ziemlich an die „Viererrunde“ gewöhnt hatten. Doch die beiden verbrachten die letzten Amerika-Tage noch in New York City, was auch unsere letzte Station sein wird – aber halt erst Anfang Juni.

Wieder „alleine“ machten wir uns gleich auf in den Miami Metro Zoo – auf einem riesigen, weitläufigen Gelände findet man hier ziemlich alle Subtropentiere – Zebras, Kängurus, Dingos, Antilopen, Giraffen, Elefanten, Schimpansen uvm. Wenn man das gesamte Gelände ausgeht, ist man über 5 km am Weg! Gut, dass eine Monorail durch den Zoo fährt ;) Außerdem werden auch Shows mit Tieren aufgeführt und man kann live bei Tierfütterungen dabei sein.

Am späten Nachmittag brachen wir nach Fort Lauderdale auf – unserem nächsten Reiseziel…

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In tha West Keys, riding my Jetskis

Freitag, 16. Mai 2008 20:10

Nachdem der Ausflug in die Everglades gut überstanden war, stand dienstags die Inselroute der Floriday Keys auf dem Programm. Diese Strecke reicht über mehrere vereinzelte Inseln bis hin zu Key West, welche die südwestlichste Insel bildet. Darüberhinaus ist sie ebenfalls der südlichste Punkt von Kontinental-USA, denn nur die Hawaiianischen Inseln sind südlicher. So machten wir uns bereits am Vormittag auf die etwa 3 bis 4 stündige Fahrt auf. Die Distanz ist zwar mit 120 Meilen nicht dieser Zeitspanne entsprechend, aber durch die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den einzelnen Brücken zwischen den Inseln, ergibt sich diese Fahrtdauer. Außerdem war es das erste Mal, dass wir keine Unterkunft im Vorhinein gebucht haben, sondern sind einfach auf Gut Glück losgedüst. Dies sollte sich auszahlen, denn im Visitor Center bekamen wir mit dem „Blue Marlin“ ein wirklich gutes Angebot zu einem super Preis. Dadurch, dass die Fahrt die Hälfte des Dienstags in Anspruch nahm, haben wir den restlichen Tag am Strand bzw. am Hoteleigenen Pool mit Sonnenliegen und Schwimmen verbracht. Abends machten wir uns dann schlau, was wir sportlich am nächsten Tag unternehmen werden und genossen ein mexikanisches Abendessen.

Der nächste Tag sollte dann das Highlight unseres Roadtrip bilden. Bereits um 9 Uhr machten wir uns auf die Socken nach Stock Island, welche die vorletzte Insel ist, um gegen 10 in eine 2 stündige JetSki-Tour zu starten. Nachdem Geri seinen Under-22-Jetski-Führerschein erfolgreich bestanden hat begann auch schon die Tour, welche uns um ganz Key West führen sollte und uns immer wieder entsprechende Punkte erklärt worden sind. Das Jetski-Fahren war einfach der Wahnsinn. Es ist wirklich absolut lässig mit diesen Geräten durch das Meer zu „beißen“ und über die Wellen zu springen. Dadurch, dass die Geräte bis zu 50 mph fuhren, war für reichlich Dampf und Speed gesorgt und wir genossen die Tour. Anschließend genehmigten wir uns den täglichen Burger in Wendy’s und machten uns für den abendlichen Schnorchel-Trip bereit. Um 4 Uhr hieß es Boarding auf dem Katamaran, der uns zuerst zu einem Korallenriff führen sollte, wo geschnorchelt werden konnte und anschließend in Begleitung des Sonnenuntergangs und Freigetränken wieder retour nach Key West bringen sollte. Nach etwa 45 Minütiger Fahrt war das Riff erreicht und wir sprangen gewappnet mit Taucherbrille, Schnorchel, Flossen und Schwimmweste in die Fluten. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass es etwas benötigt, um den sprichwörtlichen Dreh herauszufinden. In diesem Falle bezahlte man sein Lehrgeld durch mündliche Salzwassergenüsse. Nach etwa 10 bis 15 von diesen konnte aber das Unterwasserleben genossen werden und richtig geschnorchelt werden. Dabei sah man eben die Korallen, unzählige Fische, kleine Quallen und ich hatte sogar das Glück einen Rochen zu beobachten. Der Sonnenuntergang auf der frisch-fröhlichen Heimfahrt kann dann noch als das i-Tüpfelchen eines wirklichen traumhaften Tags gesehen werden, welchen wir durch ein kurzes Abendessen und gemütlichen Zusammensitzen ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen hieß es dann nach einer vormittäglichen Runde durch Key West Auschecken und retour aufs Festland. Dabei erforschten wir das Fassungsvermögen unseres Autos und mussten dieses bis aufs Letzte (Zittern) ausnützen, um eine Tankstelle zu erreichen. Wirklich sinnloses Zittern, das wir in Zukunft auf alle Fälle vermeiden wollen und welches v.a. in diesem Fall fatal gewesen wäre, denn es war wirklich verdammt heiß sowie tlw. meilenweit keine Tankstelle, welches eben zu diesem Zustand geführt hat.

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Alligator Farm und Everglades National Park

Donnerstag, 15. Mai 2008 1:04

Geschafft von der langen Fahrt der vorigen Nacht, blieben wir am Montag Morgen etwas länger liegen. Als wir zum Frühstück in die Lobby gingen, war diese mit uns vier bereits voll besetzt – wir wohnten diesmal also in einem kleinen, aber feinen Super-8-Motel direkt in Homestead, vor dem Haupteingang zum Everglades National Park.

Von unseren Studienkollegen empfohlen besuchten wir am späten Vormittag zuerst die “Alligator Farm”, die sich kurz vor dem National Park befindet. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Zoo mit Alligatoren und Krokodilen aus aller Herrenländer. Außerdem sahen wir eine Alligator Show, bei der die Moderatorin zahlreiche Künststücke mit den Tieren vorführte. Zum Schluss durften wir sogar kleine Baby Alligatoren in die Hand nehmen.

Es folgte das Highlight des heutigen Tages: eine Fahrt mit dem Airboat durch die Wasserlandschaft der Everglades. Der erste Teil der Fahrt war ziemlich gemütlich und wir sahen Alligatoren und Schildkröten durch das Wasser schwimmen – ab und zu versperrte ein Storch die Weiterfahrt durch das Schilf, doch der wich dem herandonnernden Boot schnell aus. Endlich weg vom Schilf legte der Fahrer den Schnellgang ein und wir sausten mit bis zu 60 km/h durch den National Park.

Beeindruckt von der Geschwindigkeit, aber auch der Landschaft und den Tieren, besuchten wir noch die Schlangen Show in der Alligator Farm, bei der abermals Kunststücke vorgeführt wurden. Danach brachen wir mit dem Auto in die Everglades auf – trotz Wolken hatte es über 30 Grad und wir waren froh um unsere Klimaanlage. Von Homestead aus entschieden wir uns für die untere der beiden Routen durch den Park – diese führte uns zum Flamingo Point, direkt ans Meer. Auf der Route waren zahlreiche Trails, die man zu Fuß begehen konnte – so stiegen wir oft aus, um uns beispielsweise Mangroven anzusehen, also Bäume, die das Salz aus dem Wasser filtern, und so auch am Meer überleben können. Auch landschaftlich beeindruckt der Park sehr – es gibt viele Seen und das Panorama am auf das Meer hinaus ist einfach gewaltig.

Nach einer Kaffeepause am Flamingo Point, der zur Zeit leider nicht zur Gänze begehbar war, ging es wieder zurück nach Homestead – natürlich mit einigen Unterbrechungen bei den Trails.

Da zur Zeit die Hitze allmählich unerträglich wird, sieht man in den Everglades leider nur mehr sehr wenige Tiere. Deswegen waren wir froh, dass wir zuvor bei der Alligator Farm waren und dort bereits viele Tiere anschauen konnten.

Am Abend hieß es noch Proviant kaufen für die morgige Reise, die uns auf Key West führen sollte – wir hatten zwar noch keinen Plan, wo wir die nächsten zwei Nächte schlafen werden, aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

Nach einem Abendessen im “Applebee’s” gingen wir erschöpft und bereichert von den neuen Erlebnissen zu Bett…

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Von Traumstränden und Astronauten

Mittwoch, 14. Mai 2008 17:10

Nach 2 Tagen Themepark stand nun eindlich einmal Erholung am Tagesprogramm und so fuhren wir am Samstag nach Tampa bzw. Clearwater an die Westküste Floridas. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleinen Zwischenstopp in Brandon, wo Hannes ein vermeindliches Mikrofon erwerben wollte. Allerdings war das potentielle Geschäft, welches laut Adresse in Mitten einer Wohngegend war, nicht wirklich vorhanden und deswegen verließ Hannes Brandon mit gemischten Gefühle, welche sich allerdings im Laufe des Tages noch um 100% ins Positive überleiten lassen sollten…

In Clearwater angekommen, wollten wir endlich einmal den Strand Floridas genießen und das bei etwa 95° Fahrenheit, welches 35° Celsius entsprechen. Vorab sei gleich einmal unterstrichen, dass der Ort Clearwater seinen Namen wirklich zu recht trägt, denn das Meer ist einfach der Wahnsinn: Schön türkis und klar, also ein Traum, der durch einen feinen Sandstraum wohl zu einem wahrlichen Urlaubstraumdomizil ernennt werden darf. Den Tag so relaxt am Strand verbracht, checkten wir abends in unser Motel ein und genossen eine wahrliche Abkühlung in Form einer Dusche, die wirklich nach diesem heißen Tag eine Erfrischung darstellte. Der Tag selbst sollte uns die nächsten Tage noch gut in Erinnerung bleiben, haben wir doch trotz intensiven Einschmieren einen leichten (ich – Benny) bis eher etwas mehr (Hannes & Geri) Sonnenbrand ausgefasst. Nichtsdestotrotz war es wirklich einmal nötig zu relaxen, um auch für die kommenden Tage wieder etwas Kraft zu tanken.

Sonntags war dann ein Besuch des Kennedy Space Centers geplant, welches allerdings an der Ostküste zu finden ist. So sind wir bereits in der Früh quer durch Florida gedüst, um so bald wie möglich am Space Center einzutreffen. Dieses Center wurde in den 60er Jahren aufgebaut und umfasst mehrere Gebäude sowie die Abschussvorrichtung Cape Caneveral, wo seit dem Erbauen der Anlage, die NASA-Raketen in das Weltall gestartet sind. Mittlerweile wurde die Anlage um einen Visitor Complex erweitert, der einige Ausstellungen zum Thema NASA, ISS, Raumfahrtsgeschichte sowie ein IMAX-Kino umfasst. Dadurch, dass die Anlage sehr weitreichend ist, wird außerdem eine Bus-Tour angeboten, welche einen zu den 3 weiteren Stationen (vom Visitor Complex aus) bringt. Diese sind unter anderem eine ehemalige Abschussrampe sowie eine Sonderausstellung Apollo, welche durch diverse Vorführungen aufgelockert wird. So kann man zum Beispiel an einem Raketenstart der 60er Jahre “live” in Mission Control teilnehmen. Wir selbst schauten uns zuerst sämtliche Ausstellungen im Visitor Complex sowie einen IMAX-Film. Dann genossen wir die Bus-Tour, die beinahe 3 Stunden an Zeit beanspruchte. Anschließend, sozusagen als Grande Finale, konnten wir dann noch mittels Simulator einen Raketenstart authentisch miterleben. Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich ein Ausflug auf das Kennedy Space Center für jeden rentiert, der sich gerade ein bisschen für die Raumfahrt oder Geschichte generell interessiert. Es wird die gesamte Raumfahrtsgeschichte von Sputnik (und sogar davor) bis hin zur ISS beschrieben und man erfährt sehr viel neues. Das traumhaftschöne Wetter trug dazu noch seinen Teil dazu bei und so war es wiederum ein unvergessliches Erlebnis auf unserem Trip durch Florida.

Leider war unser Tag nach Besuch des Kennedy Space Centers allerdings noch nicht vorbei, denn wir wollten noch am selben Abend Homestead bzw. Florida City, welches unser nächstes Ziel darstellte als Ausgangspunkt für die Everglades, erreichen. Auf dem Weg wurden wir allerdings angehalten, da die Interstate angeblich auf über 40 Meilen brennte. Daher mussten wir leider großräumig ausweichen und somit verzögerte sich unsere Ankunft sicherlich um 1 bis 2 Stunden. Dennoch konnten wir dann ziemlich erschöpft und müde von der Fahrt, irgendwann in der Nacht unser Ziel erreichen und das wohlverdiente Bett im Motel einweihen.

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