Dienstag letzte Woche war also der große Tag an dem es auf die Bahamas ging. Um allerdings rechtzeitig in Fort Lauderdale am Hafen anzukommen, hieß es zuerst einmal um 4 Uhr morgens in Miami aufstehen, um dann per Taxi rechtzeitig um 05:30 Uhr wie befohlen am Everglade Port hab acht zu stehen. Nachdem der bürokratische Teil der Ausreise erledigt war, ging es auch schon auf die Cruise und der erste Eindruck war nicht schlecht. Beim Boarden war es zwar noch dunkel, aber dafür konnten wir, als wir dann in See stachen den Sonnenaufgang live und in Farbe vom Boot aus miterleben. Die Bootsfahrt selbst war etwas urig, d.h. unsere Discovery Sun, so hieß der Karren, ließ sich vom Wellengang leiten und schaukelte uns 5 Stunden lang in Richtung Freeport Bahamas – Auf alle Fälle ein Erlebnis wert! Als dann nach etwa 3,5 Stunden ein Rumms ertönte und schon erste Panikanzeichen der Gäste, dass es sich wie bei der Titanic um eine Eisbergkollision handeln könnte, beruhigte das Bordpersonal die Studenten mit den Worten, dass wir uns ja nicht im Eismeer befinden… Apropos der Großteil der Gäste bestand aus Studenten, die allesamt ihren Spring Break auf den Bahamas verbrachten. Einziges Manko an der Cruise-Fahrt: Sie kam ihren Namen als Party-Cruise leider nicht gerecht und auch das Essen war nicht so gut wie es dann später in unserem Hotel auf den Bahamas seien sollte.
Nach 5 stündiger Bootsfahrt, erreichten wir so gegen 1 Mittag den Hafen von Freeport auf der Grand Bahama Island. Von dort aus ging es per Bus auf der linken Straßenseite in Richtung Hotel, welches den klingenden Namen Club Fortuna trug. Tja, die Bahamas gehören immer noch zum britischen Commonwealth und ihr Staatsoberhaupt ist Queen Elisabeth II. Nach dem strapazierendem Einchecken und ersten Bekundschaften des Zimmers, ging es bereits in Badeshorts auf den wunderschönen Sandstrand. Die Sonne schien auf das hellblau schimmernde und teilweise funkelnde Meer und zusammen mit dem feinen Sandstrand und den herumfliegenden Möwen, ergab dies ein idyllisches, beinahe schon kitschiges Bild, welches das Klischee über die Karibik eindeutig unterstreichte.
Neben Sonne, Strand und Meer hatte unser All Inclusive Club aber noch andere Sachen zu bieten: So hatten wir einen Pool, Beachbar, Mainbar, Trapez, alle Speisen und Getränke (auch Cocktails……) inklusive. Darüberhinaus gab es auch noch ein reichliches Sportangebot, welches über Tennis, Fitnessstudio bis hin zu sämtlichen Wassersportarten wie Schnorcheln oder Kajaken reichte. Dieses Angebot war uns allerdings primär egal und wir beschränkten und zumeist tagsüber aufs Relaxen an Strand oder Pool und abends aufs Gas geben und Party machen.
Highlight war wohl der Donnerstag. An diesem Tag sind wir nachmittags in das nahgelegene Port Lucaya gefahren, um den Bazaar auszuchecken, schimpften sich doch die Bahamian (nicht: Bohemian) Freihandelszone und somit war steuerfreies Einkaufen möglich. Leider kam der Bazaar unseren Erwartungen aber gar nicht nach. So fanden sich dort zwar einige Stände, aber allesamt boten das gleiche, dass sich auf ein paar T-Shirts, Ketten und dergleichen beschränkte. Überraschenderweise gab es sogar eine klassische britische Telefonzelle auf Port Lucaya sowie mitten in den Baracken des Bazaars ein Subway (siehe Fotos). Diese Shoppingtour an sich war allerdings noch nicht das Highlight, welches diesen Tag zu einem besonderen machen sollte: Für den Abend haben wir nämlich im italienischen Spezialitätenrestaurant reserviert. Das Essen dort erweiste sich noch ein Stufe besser als das “normale”, aber auch schon sehr gute Essen. Hier konnten wir nach Herzenslust von der Vorspeise angefangen über Haupt- und Nachspeise schlemmen und genossen die ausgelassene Stimmung. Zu Essen genossen wir von geräucherten Lachs über Swordfish bis hin zu Pizza, Pasta und abschließendem Tiramisu ein wahrliches Festmahl und der Tag war gerettet. Anschließend machten wir dann noch die Bar und die lokale Disco (wieder einmal *g*) unsicher und fielen dann irgendwann gegen Früh ziemlich geschafft ins Bett.
Samstagnachmittag ging es dann mit der Cruise wieder retour in die Staaten, wo wir dann wieder ein Auto mieteten, um nordwärts zu düsen. Die Nacht verbrachten wir in Melbourne, welches es auch in Florida gibt, um am nächsten Tag frisch und munter die lange Heimreise antreten zu können. Dort wurden wir überrascht, stellen doch die Amerikaner bereits am 2.Wochenende im März die Uhren auf Sommerzeit um und so verloren wir leider eine Stunde Schlaf. Auf der restlichen ca. 8 stündigen Heimfahrt machten wir dann noch einen Zwischenstopp in Daytona Beach, wo durch Zufall das sonntägige Finale der Bike-Week von Statten ging. Das hieß Harleys, Hondas und Choppers en masse und überall mit den dazugehörigen Rockern bzw. Bikern. War noch einmal ein nettes abschließenden Erlebnis einer wirklich coolen und abwechslungsreichen Woche, die ein bisschen an ein Jet-Set-Leben erinnerte, da wir doch einige Orte in kürzester Zeit besuchten. Sonntagabends wurde dann der Heimathafen Charleston erreicht und das Auto am Flughafen retouniert sowie bereits ein noch ausstehendes Assignment für Montag bestritten. Vollgeladen mit wunderschönen und abwechslungsreichen Erinnerungen ging es dann mit großen Bedauern irgendwann in der Nacht ins Bett, folgte doch am nächsten Tag wieder der rauhe und harte Unialltag….
