Nachdem der finale Unistress vorbei war, hieß es für Christoph und mich ab nach Chicago, the Windy City. Am 1.Mai ging es auf nach North Charleston zum Flughafen, wo es dann über Charlotte und Indianapolis zur Enddestination Chicago ging. Wir waren verblüfft wie einwandfrei 3 Flüge hintereinander ohne gröberen Zwischenfälle und Verspätungen über die Bühne gehen kann. Auch das Gepäck hat das zweimalige Umsteigen ohne Probleme mitgemacht und so waren wir in Chicago und bereits der riesige Flughafen O’Hare war sehr beeindruckend.
Mit der Blue Line ging es hinein in die Downtown, wo es galt das zentralgelegene Hostel zu finden, welches zur internationalen Hosteling Kette gehört. In der Downtown angekommen begrüßten uns bereits riesige Skyscraper und weitere beeindruckende Gebäude, welche es hieß in den nächsten 4 Tagen zu erkunden. Im Hostel eingecheckt, ging es gleich auf einen abendlichen Rundgang zur Buckingham-Fountain, der auch im Vorspann der Serie „Eine schrecklich nette Familie“ zu sehen ist und darum oft als „Al-Bundy-Brunnen“ bezeichnet wird. Die zentrale Lage unseres Hostels machte es möglich, dass wir diesen innerhalb von 10 Minuten erreichen konnten. Weiter ging es dann noch zu einem Kurzbesuch zum Milleniumpark, wo unser eindeutiges Lieblingsbauwerk zu finden ist: „The Bean“. Das ist eine verchromte Bohne, die einfach nur sensationell aussieht. Dann zeigten allerdings die Vielfliegerei (wir waren ja 7 Stunden am Weg) ihre Konsequenzen und wir genossen das erste Mal das Hostel-Stockbett *g*
Am zweiten Tag war eine Land und Lake Tour geplant, welche allerdings erst nachmittags begann. Vormittags machten wir uns zu Fuß auf wiederum etwas Chicago zu erkunden. Auf unserem Rundgang passierten wir wiederum den Buckingham Fontain, spazierten entlang des Michigansee in Richtung Natural History Museum, Soldier Field (das Footballstadium der Chicago Bears) und Adler Planetarium. Bis dahin war das Wetter recht angenehm, zwar bewölkt, aber nicht kalt, doch beinahe am Planetarium angekommen, zerbrachen die Wolken über uns und es ergoss sich innerhalb weniger Minuten ein wasserreicher Guss über uns. Schutz suchten wir in einer nahgelegenen Bushaltestelle, welche allerdings dem Wetter nicht einwandfrei das Wasser reichen konnte und so waren wir triefnass. Die nasse Kleidung sowie Schuhe gewechselt ging es dann ab zur Land und Lake Tour, die aus 2 Teilen bestand. Der erste Teil widmete sich dem südlichen Part der Stadt, welche per Bus erkundet wurde. Im zweiten Teil hieß es dann auf einem Boot entlang des Chicago Rivers die Downtown zu besichtigen. Die Tour war wirklich sehr interessant und gab gute Eindrücke über die Stadt. Darüberhinaus hatten wir unheimliches Glück mit dem Wetter: Hat es uns am Vormittag noch eiskalt erwischt, zeigte es sich am Nachmittag von seiner besten Seite und es kam sogar die Sonne raus. Das Abendprogramm bestand dann aus dem Broadway Musical Wicked, wo wir durch ein Gewinnspiel Karten in der ersten Reihe um nur $25,- ergattern konnten. Das Musical, welche die Vorgeschichte zum Zauberer von Oz beschreibt, war einfach sensationell, v.a. weil wir es gleich hinter dem Dirigent und dem Orchestergraben genießen konnten und somit jede Mimik der Darsteller eindeutig erkennen konnten. Summe summarum ein nahezu perfekter Tag in Chicago.
Der dritte Tag war der Samstag und an diesem machten wir uns gleich in der Früh auf zum höchsten Gebäude der USA, dem Sears Tower. Oben angekommen hatten wir einen traumhaften Ausblick über die ganze City. Leider war es aber etwas bewölkt und so konnten wir sie nicht einwandfrei genießen. Anschließend machten wir uns auf in die sogenannte Magnificient Mile, welche sich nördlich der Downtown in Richtung Norden erstreckt und vollgespickt mit Kaufhäusern sowie alle möglichen Shops ist. Den Vormittag mit Shoppen verbracht, besichtigten wir nach dem Mittagessen das Navy Pier und gönnten uns einen Besuch im Imax. Anschließend besuchten wir wieder unser Lieblingssight, the Bean, um sie auch bei Tag abzulichten und auch mit unseren Tirol-Kappen zu posen. Abends schmissen wir uns ins Nightlife von Chicago und verbrachten den Abend in einer Discothek namens Soundbar, welche eine Tanzfläche von unglaublichen 400m² aufweist.
Der vierte Tag bescherte uns Traumwetter: Wolkenloser Himmel und angenehme Temperaturen. Nach einem Kurzausflug zu Chinatown mit der Ubahn, machten wir uns zu Fuß auf in Richtung Science Museum, welches relativ weit im Süden, etwa 7 Meilen von der Downtown, gelegen ist. So marschierten wir weit über 2 Stunden, um dann die zahlreichen und interessanten Ausstellungen ansehen zu können. Die Highlights darunter waren zum einen eindeutig die NASA-Ausstellung, wo ein geschichtlicher Abriss der Space und Mond-Missionen zu finden ist sowie eine Original-Landekapsel, zum anderen das originale deutsche UBoot 505 aus dem zweiten Weltkrieg, welches von den Alliierten nahe Nordafrika eingenommen wurde und eben jetzt im Science Museum von Chicago zu finden ist. Nachdem das Wetter so gut war, beschlossen wir kurzerhand noch zum zweithöchsten Gebäude, dem Hancock Building, zu fahren, um auch dieses per Lift zu erklimmen. Das traumhafte Wetter verschaffte uns einen Wahnsinnsüberblick über ganz Chicago und die Aussicht war wirklich viel besser als die am Sears Tower. Man muss dazu auch sagen, dass das Hancock Building auch viel die bessere Lage (näher am See) hat und natürlich auch das Wetter seinen Teil dazu beigetragen hat. Nachdem wir auch dieses Gebäude erklommen haben, ging es auf zur Blue Man Group Vorführung, welche wir bereits im Vorhinein gebucht hatten. In Reihe 4 sitzend, bekamen wir sogar einen Schutz, damit wir auch ja nichts von den eingesetzten Farben auf unsere Kleidung abbekommen. Die wirklich gute Show, welche als Mix aus Musik, Comedy und Zuschauer-Involvement verstanden werden kann, war ihr Geld auf alle Fälle wert und ist nur zu empfehlen.
Am letzten Tag spazierten wir noch ein letztes Mal durch die Downtown, um dann gegen Mittag per Flugzeug und wiederum den Zwischenstopps Indianapolis und Charlotte, den Heimat(flug)hafen Charleston zu erreichen. Zusammenfassend wirklich ein lässiger Trip in den Norden der USA, der für Christoph leider das letzte Highlight in den USA darstellte, da er kurz darauf den Heimweg antrat.

