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St.Patrick’s Day oder Grüner wirds nicht

Sonntag, 16. März 2008 18:08

Wie bereits angekündigt ging es gestern mit dem International Club um 10 Uhr vormittags Richtung Savannah, Georgia, um kräftig den irischen Feiertag St.Patrick’s Day zu feiern. Die 2-stündige Fahrt dorthin wurde mittels zweier gemieteter Vans, die jeweils 14 Leute fasste, durchgeführt. In Savannah angekommen bezogen wir zuerst unser Motel und machten uns bereit für den grünsten Feiertag des Jahres. Dazu zog jeder sofern vorhanden ein grünes T-Shirt an und probierte sich so grün wie möglich zu kleiden. Darüberhinaus haben sich Christoph, Andy und Benny noch etwas weiteres einfallen lassen: Ein grüner Haarspray sollte die Kopfbedeckung ebenfalls in St.Patrick’s Farbe erscheinen lassen. Gesagt – getan und wie gut wir ausgesehen haben, ist in Bälde auf den entsprechenden Fotos ersichtlich ;) So, ging es dann in grellgrüner Montur in Richtung Savanna Downtown.

Dort glich es Innsbruck am Faschingsdienstag: enorme Menschenmengen auf den Straßen. Der einzige große Unterschied: Wir waren in den USA und die Farbenpracht beschränkte sich primär auf die Farbe grün. Direkt am Savannah-River war der Mittelpunkt des Celebrationsakt: Etliche Stände, an denen Bier ausgeschenkt, Essen verkauft sowie sämtliche grüne Utensilien verkauft wurden; ebenso eine große Bühne mit Live-Musik und darunter wir: über 20 International-Students am Partymachen. Wir kamen dort etwa gegen halb 4 nachmittags an und der Treffpunkt zum Nachhausefahren wäre eigentlich erst um 3 Uhr früh gewesen, wenn uns da nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte… Bis 11 Uhr abends herrschte ausgelassene Feierlaune, sowohl bei uns als auch bei sämtlichen anderen Menschen, die sich voll und ganz dem Feiertag und v.a. dem Feiern hingaben. Nicht einmal eine sehr erhöhte Abendessenrechnung konnte der Stimmung trüben. Um 11 Uhr nachts allerdings viel kurzerhand der Strom in der ganzen Stadt aus. Grund dafür war ein Tornado, der 40 Milen nördlich wütete. Darüberhinaus waren noch weitere in Atlanta und sogar 17 in South Carolina am selbigen Abend. D.h. dass wir stichwörtlich im Dunkeln standen. Darüberhinaus wurde auf einer großen Anzeigentafel eine Tornado-Warnung und kurzfristige Wetteränderung angezeigt und dadurch lichtete sich langsam die Menschenmengen, um einen etwaigen Unwetter zu entgehen bzw. irgendwo unter zu stellen. Außerdem setzte sich langsam die Polizei durch, welche ebenso die Leute zum Verlassen der Partyzone sowie der ganzen Stadt ermutigten. Gesperrt waren unter anderem der ganze Savannah-River (außer für Polizeibote) sowie alle Brücken, die darüber führten. Verkehren durften nur mehr Taxis und Autos, welche die Stadt verliesen. So wurde unsere Party leider unterbrochen, doch passiert ist im Endeffekt bis auf einen kurzen, doch kräftigen Regenschauer gar nichts. Doch die Zeit bis wir unser Bett genießen konnte variierte von halb 1 bis 2 Uhr früh.

Sonntag war dann eher gemütlicher. Nach Frühstück und Auschecken im Hotel sowie Recherche über die Vorkommnisse der letzten Nacht, ging es wieder nach Savannah Downtown, um die Stadt für 2 Stunden zu besichtigen. Dabei haben wir uns einen zentralen alten Cemetery, eine Baptisten-Kirche, ein altes Haus sowie den Platz, wo die Sitzbank gestanden ist, auf der Forrest Gump saß und seine Geschichte im gleichnamigen Film preisgab, angesehen. Nach einem kurzen Lunch ging es zurück nach Charleston, wo wir geschafft nach guten 2 Stunden Fahrt – ein Stau der aufgrund 3er unabhängiger Unfälle zustandegekommen verlängerte die Fahrzeit dementsprechend – ankamen.

Zuhause angekommen heißt es nun für Benny seine Präsentation für morgen vorzubereiten und auch die restlichen ausstehenden Assignments sowie das Take-Home-Exam, welche wir allerdings gottseidank schon am Donnerstag erledigten, noch einmal durchzuschaun und für morgen finalisieren. Dementsprechend kann die heutige Nacht wieder etwas kürzer werden, aber nach einem Tag wie gestern, nimmt man gerne diese Bürde auf sich :)

h1

Charleston – Back to Reality

Freitag, 14. März 2008 21:02

Nach der späten Rückkehr am Sonntag war das Aufstehen am Montag in der Früh ziemlich hart. Doch der Unialltag rief, und so waren wir pünktlich um 10 Uhr wieder in unserer ersten Data-Mining-Vorlesung nach den Ferien. Es folgte „Electronic Publishing and Design“ sowie „Software Architecture and Design“. Die letzte Vorlesung „Public Relations“ entfiel kurzfristig.

Dienstag Früh erfolgte eine Ist-Bestandsaufnahme – immerhin waren wir ja eine Woche nicht in der Wohnung und deswegen war so gut wie nichts mehr zu Essen im Kühlschrank. Außerdem streikte Andys Bike wieder einmal – die Luft im hinteren Reifen hatte sich über Spring Break irgendwie „in Luft aufgelöst“ *lol*. Also ging’s auf zum Walmart: Luftpumpe und Lebensmittel kaufen.

Ein weiteres Missgeschick ist Andy während Spring Break passiert: seine neue Digicam ist beim Sonnenliegen am Pool verloren gegangen – ob gestohlen oder verloren: eine neue musste her. Deswegen erfolgte Dienstag Abend eine Bestellung auf Amazon – die gleiche Kamera, die er verloren hatte sollte noch diesen Freitag wieder in der Meeting Street eintreffen.

Am Mittwoch nach den Vorlesungen kam die Idee auf, in das nahe gelegene Kino in Mount Pleasant zu gehen – zusammen mit Christoph wir wollten uns „Juno“ ansehen. Die Hinfahrt erleichterte uns der Bus, doch den Rückweg mussten wir leider zu Fuß bestreiten. Da die Busse nach 21 Uhr nicht mehr verkehren, hatten wir eigentlich geplant, mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Dies war jedoch schwerer als gedacht, weil unser Mobilfunknetz ausfiel und Mt. Pleasant bei Nacht wie ausgestorben ist. Nach ca. 50 Minuten Fußmarsch über die Arthur J. Ravanell Bridge fielen wir gegen 12 Uhr erschöpft in die Federn. Das nächste Mal nehmen wir das Fahrrad ;)

Am Donnerstag erledigten wir untertags das erstes Assignment nach dem Break, ein Take Home Exam für Data Mining. Nachmittags genossen wir das schöne Wetter am Pool und festigten unsere Bahama-Bräune :D Nach dem Sonnenuntergang wurde in der Mensa zu Abend gegessen. Verwöhnt vom guten Essen im all inclusive Club, konnte das Mensa-Essen unsere Erwartungen leider nicht erfüllen. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir uns bald wieder daran gewöhnt haben :) . Anschließend an das Abendessen folgte seit langem wieder ein Uno-Abend mit Christoph, Isi und Barbara.

Freitag nach den Vorlesungen musste Andy abermals zum Walmart: sein Rad verlor schon wieder Luft und auch das Pedal verabschiedete sich langsam. Also schon wieder per Bus nach James Island, Rad umtauschen und per Bike zurück nach Charleston. Ungefähre Dauer des „Ausfluges“: 2,5 Stunden.

Abends erledigten wir noch die restlichen, ausständigen Assignments und packten für das kommende Wochenende, das wir ja in Savannah verbringen werden. Am Samstag um 10 Uhr geht es los!